Titelbild: KI-generiertes Symbolbild, erstellt mit ChatGPT. Die Produktfotos in den verlinkten Tests sind echte Aufnahmen.
Wie viel Strom eine mobile Klimaanlage braucht, steht zwar auf dem Energielabel. Im Alltag hängt der Verbrauch aber davon ab, wie heiß es draußen ist, wie groß der Raum ist und in welchem Modus das Gerät läuft. Ich habe meine Midea PortaSplit an mehreren Tagen eines Sommers mit einer smarten Steckdose gemessen: eine Stunde auf höchster Stufe, zehn Stunden, davon acht im ECO-Modus, zwei Räume an Hitzetagen und den 40-Grad-Tag.
Hier findest du alle Messwerte in Watt und Kilowattstunden und eine Anleitung, wie du deinen eigenen Verbrauch hochrechnest. Den kompletten Test mit Lieferung, Aufbau und Bewertung findest du im Test der Midea PortaSplit. Ob du überhaupt eine Klimaanlage brauchst oder ein Ventilator reicht, kläre ich im Ratgeber Ventilator oder Klimaanlage.
Kurz gesagt
Im ECO-Modus brauchte meine mobile Split-Klimaanlage je nach Außentemperatur etwa 120 bis 210 Watt, über zehn Stunden knapp 2 Kilowattstunden, davon die letzten zwei Stunden im Automodus. Auf höchster Stufe waren es 0,675 Kilowattstunden in der ersten Stunde im Schlafzimmer, an sehr heißen Tagen eher rund 1 Kilowattstunde pro Stunde. Den größten Einfluss haben Modus, Außentemperatur, Raumgröße und offene Türen. Laut Verbraucherzentrale arbeiten mobile Split-Geräte meist effizienter und innen leiser als Monoblöcke.
So habe ich gemessen
Den Stromverbrauch habe ich mit einer smarten Steckdose aufgezeichnet, weil mir die Verbrauchsanzeige in der Midea-App nicht übersichtlich genug war. Temperatur und Luftfeuchte habe ich mit Thermometern im Raum und draußen gemessen, später auf dem Balkon im Schatten. Das sind Messungen im echten Wohnalltag, keine Laborwerte. Raumgröße, Sonne, Türen und die Lage der Wohnung beeinflussen das Ergebnis.
Meine Messwerte im Überblick
| Test | Raum | Einstellung | Leistung und Verbrauch | Ergebnis |
| Erste Stunde | Schlafzimmer, ca. 15 m² | höchste Stufe | Spitze etwa 728 W, 0,675 kWh in 1 Stunde | 4,4 Grad kühler, Luftfeuchte minus 6 % |
| Härtetest | Schlafzimmer, ca. 15 m², auf 28 Grad aufgeheizt | 3 h maximale Kühlleistung, Ziel 20 Grad, danach 2 h Silent mit 1 % | gut 0,95 kWh in der ersten Stunde, Spitze über 1.000 W, Silent etwa 300 W, 3,468 kWh in 5 Stunden | nach 3 Stunden 20,9 Grad, also 7,1 Grad weniger |
| ECO über 10 Stunden | Wohnzimmer, ca. 28 m², mit Turmventilator | ECO (24 Grad, Lüfter automatisch), 11 bis 21 Uhr, nach 8 Stunden automatisch im Automodus | 150 bis 200 W, knapp unter 2 kWh in 10 Stunden | 24,5 bis 25,7 Grad im Raum |
| High Power ohne Ventilator | Wohnzimmer, ca. 28 m² (70 m³) | Ziel 16 Grad, Lüfter High, Swing an | 1,3 kWh in der ersten Stunde, danach je rund 1 kWh pro Stunde | knapp 11 Grad unter der Außentemperatur |
| Zwei Räume, Tag 1 | Schlafzimmer plus Büro gegenüber, zwei Turmventilatoren | ECO, abends Silence | ECO 120 bis 210 W, Silence höchstens 422 W, 3,332 kWh für den ganzen Tag | Schlafzimmer 24 bis 26, Büro 26 bis 27,5 Grad |
| Zwei Räume, Tag 2 | wie Tag 1, bis 35,6 Grad im Schatten | Silence, Ziel 22 Grad | 360 bis ca. 440 W im Betrieb, 5,363 kWh im 24-Stunden-Zeitraum | Schlafzimmer 25 bis 26, Büro 26 bis 28 Grad |
| 40-Grad-Tag | Wohnbereich unten, 42,5 m² laut Grundriss, offen zu Küche und Treppenhaus | Silent, kurz High | Silent 473 W, auf High in der Regel 1 bis 1,1 kWh pro Stunde | drinnen 23,9 bis 24,7 Grad bei 40,6 Grad draußen |
Die erste Stunde auf höchster Stufe im Schlafzimmer ist der Wert, den ich im PortaSplit-Test ausführlich zeige, inklusive CO₂-Wert und Bildern der Messgeräte.

Was den Verbrauch nach oben treibt
- Der Modus: Im ECO-Modus sind bei der PortaSplit 24 Grad und die automatische Lüfterstufe fest vorgegeben. Verstellst du die Temperatur, verlässt das Gerät den Modus. Auf maximaler Leistung lag der Verbrauch bei mir ein Vielfaches höher.
- Die Außentemperatur: Am selben Tag brauchte die Anlage im ECO-Modus bei niedrigeren Außentemperaturen um die 120 Watt, bei hohen 210 Watt. Am 40-Grad-Tag lag sie im Silent-Modus bei 473 Watt.
- Die erste Stunde: Das Herunterkühlen kostet am meisten. Im Wohnzimmer waren es 1,3 Kilowattstunden in der ersten Stunde, danach je rund 1 Kilowattstunde.
- Raumgröße und offene Türen: Am 40-Grad-Tag hatte der Raum keine Tür zum Flur, das Treppenhaus wurde mitgekühlt. Mit zwei Räumen lief die Anlage an Tag 2 fast ohne Pause.
- Automatischer Moduswechsel: Bei mir hat die PortaSplit den ECO-Modus nach genau acht Stunden verlassen und im Automodus weitergearbeitet. Sie kühlt dann stärker, braucht aber rund 100 Watt mehr. Achte darauf bei langen Laufzeiten.
Deinen Verbrauch in kWh hochrechnen
Die Formel ist dieselbe wie bei jedem Elektrogerät: Watt mal Stunden geteilt durch 1.000 ergibt Kilowattstunden. Kosten berechnest du, indem du die Kilowattstunden mit deinem Strompreis x pro Kilowattstunde multiplizierst. Euro-Beträge nenne ich hier nicht, weil jeder Tarif anders ist.
| Szenario aus meinen Messungen | Verbrauch |
| Eine Stunde höchste Stufe im 15-m²-Schlafzimmer | 0,675 kWh |
| Zehn Stunden im 28-m²-Wohnzimmer, davon 8 Stunden ECO | knapp 2 kWh |
| Ganzer Tag ECO und abends Silence, zwei Räume | 3,332 kWh |
| Drei Stunden High Power im 28-m²-Wohnzimmer | rund 3,3 kWh (1,3 + 1 + 1) |
| Ein Tag Silence an einem Tag mit 35,6 Grad, zwei Räume (Messzeitraum 24 Stunden) | 5,363 kWh |
Zum Vergleich das Energielabel: Im Datenblatt von Midea steht für das Kühlen ein Jahresverbrauch von 203 Kilowattstunden. Laut Verbraucherzentrale gilt dieser Wert bei Split-Geräten für 350 Betriebsstunden im Jahr. Rechnerisch sind das im Mittel rund 0,58 Kilowattstunden pro Stunde. Meine Werte liegen je nach Modus deutlich darunter oder darüber. Das Label eignet sich gut zum Vergleichen von Geräten, deinen echten Verbrauch zeigt erst ein Strommessgerät.
Split oder Monoblock: der Unterschied beim Strom
Die Verbraucherzentrale unterscheidet (Stand 04.08.2026) zwei Bauarten, Monoblock und Split-Gerät, und nennt mobile Split-Geräte als Sonderfall dazwischen. Ein Monoblock steht komplett im Raum und bläst die warme Abluft über einen Schlauch durch Fenster oder Tür nach draußen. Bei Einschlauch-Geräten entsteht dabei ein Unterdruck, warme Außenluft strömt durch Spalten nach und hebt den Kühleffekt teilweise auf. Ein fest installiertes Split-Gerät hat eine Außeneinheit an der Fassade und muss von einer Fachkraft für Kältetechnik montiert werden. Zu diesem Sonderfall gehört die PortaSplit.
| Monoblock | Mobiles Split-Gerät | |
| Aufbau | ein Gerät im Raum, Abluftschlauch nach draußen | Inneneinheit plus Außeneinheit mit Verdichter, verbunden über vorbefüllte Leitungen |
| Effizienz laut Verbraucherzentrale | wenig effizient, warme Luft strömt nach | meist effizienter |
| Geräusch im Raum | Verdichter und Lüfter stehen im Zimmer | meist leiser, der Verdichter steht draußen |
| Aufstellen | selbst, Schlauch durch Fenster oder Tür | laut Verbraucherzentrale selbst aufstellbar, ohne Kältetechnik-Fachbetrieb, Leitungen durch einen Fensterspalt |
| Energielabel | Verbrauch in kWh pro 60 Minuten, Kennwert EER | Verbrauch in kWh pro Jahr (350 Stunden), Kennwert SEER |
Die Kennzahlen auf den Labels sind also verschieden. Ein Monoblock-Label zeigt den Verbrauch in einer Stunde, ein Split-Label den Jahresverbrauch. Für die PortaSplit nennt Midea im Datenblatt 3,5 kW Kühlleistung, einen SEER von 6,1 und die Klasse A++ beim Kühlen. Beim Fensterspalt gelten laut Verbraucherzentrale auch für mobile Split-Geräte dieselben Punkte wie beim Monoblock: Was offen bleibt, lässt warme Luft herein.
Lautstärke: was ich innen und außen gemessen habe
Gemessen habe ich aus 1 m Entfernung in Schritten von 1 bis 100 Prozent Leistung. Auch das ist keine Labormessung, Wände, Untergrund und Wind beeinflussen die Werte.
| Leistung | Innengerät | Außeneinheit |
| Out-Silent-Modus | 37,6 dB | 45,1 dB |
| 1 % | 39,1 dB | 46,6 dB |
| 50 % | 46,6 dB | 53,4 dB |
| 100 % | 50,9 dB | 54,3 dB |
Innen hörst du vor allem den Luftstrom. Draußen kommt der Lüfter der Außeneinheit dazu. Im Dachgeschoss-Test an einem schwülen Hitzetag habe ich innen auf höchster Stufe ungefähr 50 dB gemessen, die Außeneinheit kam in der Startphase auf knapp 58 dB. Stell sie deshalb möglichst nicht direkt an die Grundstücksgrenze, unter ein Schlafzimmerfenster oder in eine enge Ecke.

So sparst du Strom, ohne zu schwitzen
- ECO für lange Tage: Für einen Raum, in dem du dich lange aufhältst, war der ECO-Modus bei mir ideal. 24 bis 25 Grad sind nicht zu warm und nicht zu kalt, bei 150 bis 200 Watt.
- Ventilator dazu: Ein Turmventilator verteilt die kühle Luft im Raum. Mein Levoit Turmventilator braucht auf höchster Stufe nur etwa 20 Watt.
- Öffnung abdichten: Ich klemme den Vorhang zwischen Tür und Schlauch und halte die Öffnung so klein wie möglich.
- Luftstrom ausrichten: Am 40-Grad-Tag lag zwischen der hinteren Ecke und der Küche knapp ein Grad Unterschied. Richte den Luftstrom dorthin, wo du dich aufhältst.
- Außeneinheit gerade stellen: Als sie bei mir schräg auf dem Ablaufschlauch stand, lief viel Kondenswasser aus. Etwas höher aufgestellt, fließt es besser ab.
- Nur bei Bedarf: Die Verbraucherzentrale rät, die Anlage nur bei Bedarf einzuschalten, zum Beispiel einige Zeit vor dem Schlafengehen.
- Selbst messen: Ein Thermo-Hygrometer wie das SwitchBot Meter Pro zeigt dir Temperatur und Luftfeuchte, eine smarte Steckdose den echten Verbrauch.

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Mein Fazit
Eine mobile Split-Klimaanlage braucht so viel Strom, wie du ihr abverlangst. Mit knapp 2 Kilowattstunden kam ich durch einen zehnstündigen Sonntag, davon acht Stunden im ECO-Modus, auf voller Leistung an sehr heißen Tagen eher mit rund 1 Kilowattstunde pro Stunde. Wer den Modus passend wählt, Türen schließt und einen sparsamen Ventilator dazustellt, hält den Verbrauch im Rahmen. Alle Videos, den Härtetest und die Lautstärkemessung findest du im Midea PortaSplit Test, weitere Geräte in der Kategorie Klimageräte.
Häufige Fragen zum Stromverbrauch mobiler Klimaanlagen
Wie viel Strom verbraucht eine mobile Klimaanlage pro Stunde?
Das hängt vom Modus ab. Meine Midea PortaSplit brauchte im ECO-Modus etwa 120 bis 210 Watt, auf höchster Stufe 0,675 Kilowattstunden in der ersten Stunde im 15-m²-Schlafzimmer und an sehr heißen Tagen in der Regel 1 bis 1,1 Kilowattstunden pro Stunde.
Wie viel Strom braucht eine Klimaanlage am Tag?
Bei mir waren es knapp 2 Kilowattstunden für zehn Stunden, davon acht im ECO-Modus, in einem 28-m²-Wohnzimmer. Für zwei Räume an einem Hitzetag mit ECO und abends Silence kamen 3,332 Kilowattstunden zusammen, an einem zweiten Hitzetag mit bis zu 35,6 Grad kamen im Silence-Modus 5,363 Kilowattstunden im 24-Stunden-Zeitraum zusammen.
Ist eine mobile Split-Klimaanlage sparsamer als ein Monoblock?
Laut Verbraucherzentrale arbeiten mobile Split-Geräte meist effizienter und innen leiser als Monoblöcke, weil der Verdichter draußen steht. Bei Einschlauch-Monoblöcken strömt durch den Unterdruck warme Außenluft nach.
Was bedeutet der Verbrauch auf dem Energielabel?
Bei Split-Geräten steht dort der Jahresverbrauch für 350 Betriebsstunden, bei Monoblöcken der Verbrauch in 60 Minuten. Für die PortaSplit nennt Midea 203 Kilowattstunden pro Jahr beim Kühlen.
Wie laut ist eine mobile Split-Klimaanlage?
Aus 1 m Entfernung habe ich am Innengerät 37,6 dB im Out-Silent-Modus bis rund 51 dB auf den höchsten Stufen gemessen, an der Außeneinheit 45,1 bis 54,3 dB.
Wie senke ich den Stromverbrauch meiner Klimaanlage?
ECO-Modus für lange Laufzeiten, Öffnung im Fenster oder in der Tür abdichten, Türen zu anderen Räumen schließen und einen sparsamen Ventilator zum Verteilen der kühlen Luft dazustellen. Die Verbraucherzentrale rät außerdem, nur bei Bedarf zu kühlen.
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