Werbung: Beide Tests entstanden in bezahlter Kooperation mit HUROM bzw. Kuvings, die Testgeräte haben die Hersteller gestellt.
Slow Juicer pressen Obst und Gemüse langsam aus, statt es wie ein Zentrifugalentsafter zu zerreißen. Das Ergebnis ist klarer Saft mit mehr Ausbeute und weniger Schaum, dafür dauert das Entsaften länger. Ich habe zwei Slow Juicer getestet: den HUROM H320N mit großem Einfüllschacht und den Kuvings AUTO10S, der komplett freihändig entsaftet. Hier ist der direkte Vergleich und die Frage, für wen sich welches Gerät lohnt.
Kurz gesagt
Beide pressen mit 200 Watt und 50 Umdrehungen pro Minute leise und mit sehr trockenem Trester. Der Kuvings AUTO10S gewinnt beim Komfort: 3-Liter-Hopper, kein Vorschneiden, Deckel zu und abwarten. Der HUROM H320N punktet mit dem eleganteren Design sowie feinem und grobem Sieb. Wer täglich entsaftet und Zeit sparen will, nimmt den Kuvings, wer Wert auf Optik und Vielseitigkeit legt, den HUROM.
Slow Juicer oder Zentrifuge?
Ein Zentrifugalentsafter raspelt das Obst bei mehreren tausend Umdrehungen und schleudert den Saft heraus. Das geht schnell, erwärmt den Saft aber, bringt Luft hinein und lässt viel Saft im Trester. Ein Slow Juicer presst mit einer Schnecke bei 50 Umdrehungen pro Minute. Der Saft bleibt kühler, und der Trester kommt fast trocken heraus. Dafür dauert das Entsaften länger, und die Geräte sind größer und schwerer.
Die beiden Geräte im Vergleich
| HUROM H320N | Kuvings AUTO10S | |
| Motor | 200 W, 50 U/min | 200 W Induktionsmotor, 50 U/min |
| Einfüllschacht | Mega Hopper 2 Liter, 13,6 cm breit | Auto Hopper 3 Liter, freihändig |
| Vorschneiden | ganze Früchte möglich | nur Fasergemüse wie Sellerie auf ca. 5 cm |
| Siebe | feines und grobes Sieb im Lieferumfang | ein Entsaftungssieb, Smoothie- und Sorbet-Filter optional |
| Lautstärke | ca. 55 dB | leise, angenehmes Summen |
| Reinigung | von Hand mit Bürste, ca. 5 Minuten | von Hand, Rotationsbürste, wenige Minuten |
| Gewicht / Maße | 9,9 kg, 24,8 × 22,3 × 46,2 cm | 7,5 kg, 20,7 × 25,4 × 45,9 cm |
| Meine Wertung | 4,8 / 5 | 4,7 / 5 |

HUROM H320N Slow Juicer im Test: Entsafter mit großem Einfüllschacht
HUROM H320N Slow Juicer im Test: Saftausbeute bei Obst und Gemüse, Handhabung, Reinigung und Qualität. Gesamtnote 4,8 von 5, mit Video.

Kuvings AUTO10S Hands-Free Slow Juicer im Praxistest
Kuvings AUTO10S im Test: Hands-Free Slow Juicer mit 3-Liter-Hopper. Saftausbeute, Lautstärke und Reinigung im Praxistest, Gesamtnote 4,7 von 5, mit Video.
HUROM H320N: Eleganter Allrounder mit großem Schacht
Der HUROM H320N fiel im Test zuerst durch sein elegantes Design in Tiefgrün auf, dann durch den 2-Liter-Einfüllschacht mit 13,6 Zentimetern Durchmesser, in den ganze Äpfel passen. Mit feinem und grobem Sieb lässt sich die Saftkonsistenz wählen. Die Ultem-Pressschnecke hält hohem Druck stand, die rotierende Bürste mit 17 Umdrehungen pro Minute hält das Sieb frei. Bei Äpfeln, Mango, Sellerie und Möhren war die Ausbeute hoch und der Saft cremig. Mit rund 55 Dezibel läuft er so leise, dass man morgens entsaften kann, ohne den Haushalt zu wecken. Die Reinigung von Hand dauert etwa fünf Minuten, in die Spülmaschine dürfen die Teile nicht. Der Aufbau mit mehreren Einzelteilen braucht am Anfang etwas Geduld.
Kuvings AUTO10S: Freihändig entsaften
Der Kuvings AUTO10S hat einen großen Hopper: Drei Liter Obst und Gemüse kommen ohne Vorschneiden hinein, Deckel zu, und das Gerät arbeitet den Inhalt selbstständig ab. Nur faseriges Gemüse wie Sellerie sollte auf etwa fünf Zentimeter geschnitten werden. Im Test war der Trester extrem trocken, der Saft klar und fast ohne Schaum, Saft und Trester wurden sauber getrennt. Gefrorene Erdbeeren sollten zehn bis fünfzehn Minuten antauen, dann gelingen auch Sorbets. Bei geöffnetem Deckel stoppt der Motor automatisch, eine Reverse-Funktion löst Blockaden. Die Teile werden von Hand gespült.
Wofür du einen Slow Juicer wirklich brauchst
- Täglicher Saft: Wer jeden Morgen Sellerie-, Möhren- oder Apfelsaft trinkt, spart mit dem Kuvings die meiste Zeit.
- Vorrat: Slow-Juicer-Saft hält im Kühlschrank rund 48 Stunden, in verschlossenen Flaschen lässt sich also für zwei Tage pressen.
- Vielseitigkeit: Smoothies und Sorbets brauchen passende Siebe, beim Kuvings sind sie optionales Zubehör, der HUROM bringt ein feines und ein grobes Sieb mit.
- Platz: Beide sind über 45 Zentimeter hoch und stehen dauerhaft auf der Arbeitsplatte.
- Gelegenheitsnutzer: Wer nur alle paar Wochen entsaftet, ist mit einem einfacheren Gerät ausreichend bedient.
Mein Fazit
Beide Slow Juicer liefern Saft auf einem Niveau, das eine Zentrifuge nicht erreicht. Der Kuvings AUTO10S ist das bequemere Gerät für den täglichen Gebrauch, der HUROM H320N das vielseitigere und schönere. Die vollständigen Tests mit Video findest du im HUROM H320N Test und im Kuvings AUTO10S Test, weitere Geräte in der Kategorie Entsafter.
Häufige Fragen zu Slow Juicern
Was ist der Unterschied zwischen Slow Juicer und Zentrifugalentsafter?
Ein Slow Juicer presst mit einer Schnecke bei etwa 50 Umdrehungen pro Minute, die Zentrifuge raspelt und schleudert bei mehreren tausend. Der Slow Juicer liefert mehr Saft und weniger Schaum, braucht aber mehr Zeit.
Muss man beim Kuvings AUTO10S Obst vorschneiden?
Nein, der 3-Liter-Hopper nimmt ganze Früchte auf. Nur faseriges Gemüse wie Sellerie sollte auf etwa fünf Zentimeter geschnitten werden.
Wie laut ist der HUROM H320N?
Etwa 55 Dezibel, leise genug, um morgens zu entsaften, ohne andere zu wecken.
Wie lange hält Saft aus dem Slow Juicer?
In verschlossenen Flaschen im Kühlschrank rund 48 Stunden.
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