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Ich habe mir die Midea PortaSplit selbst gekauft, eine mobile Split-Klimaanlage mit Wärmepumpe, um die es zu diesem Zeitpunkt einen regelrechten Hype gab. Hier liest du, wie die Lieferung lief, was im Karton steckt und was mein erster Test mit Temperatur-, Luft- und Stromverbrauchsmessung ergeben hat. Alle weiteren Videos zum Gerät, vom Härtetest bei 32 Grad bis zum Lautstärketest, findest du am Ende des Artikels.
Mein Testvideo
Technische Daten
Hersteller: Midea
Typ: Mobile Split-Klimaanlage mit Wärmepumpe
Gemessener Verbrauch: 0,675 kWh pro Stunde auf höchster Stufe
Kältemittel: R32 (Nachfolger mit R290 für 2027 angekündigt)
Vorteile
Raumtemperatur in einer Stunde um 4,4 Grad gesenkt (15 m² Schlafzimmer)
Luft spürbar frischer, CO₂ um 361 ppm gesunken
Etwa 24 Cent Stromkosten pro Stunde auf höchster Stufe
Hochwertig verarbeitet, Zubehör komplett im Deckel
Große, gut laufende Rollen
Leiser Nachtmodus
Nachteile
Sehr großes, unhandliches Paket, ab der ersten Etage braucht es zwei Personen
Schlauch nicht abnehmbar und unflexibel
Außeneinheit sollte für den Kondenswasserabfluss höher stehen
Hoher Preis mit starken Schwankungen je nach Nachfrage
Nach einer Stunde auf höchster Stufe war mein 15-m²-Schlafzimmer 4,4 Grad kühler und der CO₂-Wert um 361 ppm gesunken – bei 0,675 kWh Verbrauch. Gekauft habe ich die Midea PortaSplit selbst; knifflig sind vor allem die Lieferung in den dritten Stock und der steife, nicht abnehmbare Schlauch.
Lieferung: Warum die Zweimann-Zustellung wichtig war
Das Paket ist enorm groß und unhandlich. Da ich im dritten Stock wohne, war eine Zustellung durch zwei Personen mein wichtigstes Kriterium. Allein hätte ich das Gerät nicht nach oben bekommen.
Bestellt habe ich im Sommer 2025 bei Bauhaus. Das Angebot war innerhalb von zwei Tagen ausverkauft, danach stiegen die Preise wegen der hohen Nachfrage deutlich. Eine Zweimann-Lieferung ist für die PortaSplit generell schwer zu bekommen oder nur teuer buchbar. Während der Videobearbeitung fand ich das Gerät nur noch bei Amazon mit kostenlosem Versand.
Wer im Erdgeschoss wohnt, kommt theoretisch ohne die aufwendige Lieferung aus. Ab der ersten Etage lohnt sich das zusätzliche Geld.
Ein Detail für Selbstständige, Stand September 2025: Klimaanlagen können für das Homeoffice unter bestimmten Voraussetzungen direkt als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Das ist keine Steuerberatung, aber ein interessanter Punkt.
Das Paket der Midea PortaSplit: groß, schwer, ab der ersten Etage ein Fall für zwei Personen.
Lieferumfang und erster Eindruck
Der erste Eindruck war sehr positiv. Das Gerät ist hochwertig und modern verarbeitet, wenn auch ziemlich groß, die Technik muss ja irgendwo stecken. Alle Zubehörteile sind clever im Deckel verstaut. Im Lieferumfang enthalten:
Rahmenbefestigung für das Fenster
Isolierung für die Kühlmittelschläuche
Kürzere Standfüße
Eine Schutzplatte, die auf die Klimaanlage gelegt wird, wenn die Außeneinheit daraufsteht
Fernbedienung mit Temperatursensor, Batterien inklusive
Abdichtplatten und Fensterdichtungen
Kondenswasser-Ablaufschlauch
Eine sehr umfangreiche Bedienungsanleitung
Fabrik-Testzertifikat und Energielabel
Alles in allem macht das Gerät von Anfang an einen durchdachten Eindruck.
Das Zubehör der PortaSplit ist komplett im Deckel untergebracht.
Aufstellen im Schlafzimmer: Rollen gut, Schlauch fummelig
Mein erster Test fand in einem etwa 15 Quadratmeter großen Schlafzimmer statt, das direkt an einen Balkon grenzt. Der Platz ist begrenzt, aber dank der großen, gut laufenden Rollen lässt sich die Anlage problemlos durch die Wohnung bewegen. Die Rollen sind nicht zu leichtgängig, das Gerät rollt also nicht von allein weg, und nicht zu schwergängig.
Ein Nachteil: Der Schlauch ist nicht abnehmbar und recht unflexibel. Das macht das Aufstellen in kleinen Räumen fummelig, weil man ihn nicht zu stark biegen möchte. Ich habe die Öffnung für den Schlauch so klein wie möglich gehalten und zusätzlich den Vorhang vor der Balkontür geschlossen, da wir keine Jalousien haben. Wichtig dabei: Die Inneneinheit saugt die Luft an der Rückseite an, sie muss also weit genug vom Vorhang entfernt stehen.
Aufbau im etwa 15 Quadratmeter großen Schlafzimmer, der Schlauch führt zur Balkontür.
Messwerte nach einer Stunde auf höchster Stufe
Nach einer Stunde Betrieb auf der höchsten Stufe habe ich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Gehalt verglichen. Den Stromverbrauch habe ich mit einer smarten Steckdose aufgezeichnet.
Messwert
Ergebnis nach einer Stunde
Raumtemperatur
um 4,4 Grad gesunken
Luftfeuchtigkeit
um 6 Prozent gesunken
CO₂-Wert
um 361 ppm gesunken
Leistungsspitze
etwa 728 Watt
Stromverbrauch
0,675 kWh
Stromkosten bei 36 Cent pro kWh
etwa 24 Cent
Die Luft war nicht nur merklich kühler, sondern auch spürbar frischer, das zeigt der CO₂-Wert. Rund 24 Cent für eine Stunde Vollbetrieb finde ich angesichts des Komfortgewinns absolut angemessen.
Die Messwerte nach einer Stunde: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂ sind alle gesunken.
Lautstärke und Bedienung
Das Geräusch auf der höchsten Stufe ist für mich gut akzeptabel. Ideal wäre, wenn die Außeneinheit etwas höher stünde, damit das Kondenswasser besser abfließt, dafür suchte ich zum Zeitpunkt des Tests noch eine Lösung.
Für die Nacht gibt es einen leisen Nachtmodus. Sobald die Zieltemperatur erreicht ist, regelt das Gerät automatisch herunter. Wie laut die PortaSplit innen und außen wirklich ist, habe ich später in einem eigenen Video gemessen, jeweils aus 1 m Entfernung und in Schritten von 1 bis 100 Prozent Leistung. Das ist keine Labormessung, gibt aber einen realistischen Eindruck:
Leistung
Innengerät
Außeneinheit
Out-Silent-Modus
37,6 dB
45,1 dB
1 %
39,1 dB
46,6 dB
10 %
41,2 dB
47,2 dB
20 %
44,2 dB
53,0 dB
30 %
45,5 dB
53,4 dB
40 %
46,0 dB
53,3 dB
50 %
46,6 dB
53,4 dB
60 %
47,5 dB
53,9 dB
70 %
48,7 dB
53,7 dB
80 %
49,8 dB
53,9 dB
90 %
51,0 dB
54,1 dB
100 %
50,9 dB
54,3 dB
Innen hörst du vor allem den Luftstrom, draußen kommt der Lüfter der Außeneinheit dazu. Ich würde die Außeneinheit deshalb nicht direkt an die Grundstücksgrenze, unter ein Schlafzimmerfenster oder in eine enge Ecke stellen, wenn es sich vermeiden lässt.
Die Außeneinheit auf dem Balkon. Etwas höher aufgestellt, würde das Kondenswasser besser ablaufen.
Das gefällt mir
Raumtemperatur in einer Stunde um 4,4 Grad gesenkt (15 m² Schlafzimmer)
Luft spürbar frischer, CO₂ um 361 ppm gesunken
Etwa 24 Cent Stromkosten pro Stunde auf höchster Stufe
Hochwertig verarbeitet, Zubehör komplett im Deckel
Große, gut laufende Rollen
Leiser Nachtmodus
Das stört
Sehr großes, unhandliches Paket, ab der ersten Etage braucht es zwei Personen
Schlauch nicht abnehmbar und unflexibel
Außeneinheit sollte für den Kondenswasserabfluss höher stehen
Hoher Preis mit starken Schwankungen je nach Nachfrage
Für wen eignet sich die Midea PortaSplit?
Passt, wenn du eine mobile Split-Klimaanlage mit Wärmepumpe suchst, die spürbar kühlt (in meinem Test 4,4 Grad in einer Stunde).
Passt, wenn du die Lieferung notfalls zu zweit stemmen kannst – das Paket ist groß und unhandlich.
Eher nicht, wenn du einen flexibel verlegbaren Schlauch brauchst – der Schlauch ist steif und nicht abnehmbar.
Mein Fazit nach dem ersten Test
Nach den ersten Tests bin ich von der Midea PortaSplit begeistert. Der Hype um das Gerät ist aus meiner Sicht gerechtfertigt: Die Kühlleistung überzeugt, die Luft wird frischer und der Stromverbrauch bleibt moderat. Der Preis ist nicht ohne, aber für mich eine sinnvolle Investition ins eigene Wohlbefinden. Wie sich die Anlage im Hochsommer schlägt, zeigen die Videos unten.
Die wichtigsten Produktspezifikationen der Midea PortaSplit im Überblick.
Weitere Videos zur Midea PortaSplit
Nach dem Unboxing habe ich die PortaSplit über den Sommer weiter begleitet. Hier die Folgevideos:
Härtetest bei 32 Grad
An einem der bis dahin heißesten Tage des Jahres habe ich mein 15-m²-Schlafzimmer absichtlich auf 28 Grad aufgeheizt und die PortaSplit ab 18 Uhr drei Stunden auf maximaler Kühlleistung laufen lassen, Zieltemperatur 20 Grad. Nach der ersten Stunde war es 5,2 Grad kühler, nach drei Stunden zeigte das Thermometer 20,9 Grad, also 7,1 Grad weniger. Die Luftfeuchtigkeit sank um 3 %.
Danach lief die Anlage noch zwei Stunden im Silent-Modus mit 1 % Lüfterstärke. In der ersten Stunde verbrauchte sie gut 0,95 kWh. In der Spitze zog sie über 1.000 Watt, im Silent-Modus pendelte sie sich bei etwa 300 Watt ein. Über alle fünf Stunden kamen 3,468 kWh zusammen.
Temperatur-Test mit Thermometer
Hier habe ich mit einem einfachen Thermometer direkt am Luftauslass gemessen, also nicht die Raumtemperatur. Die angesaugte Raumluft hatte etwa 22,5 Grad, auf maximaler Leistung kam die Luft mit etwa 8,1 Grad aus dem Gerät. Im Silent-Modus auf niedrigster Stufe waren es am Auslass etwa 11,2 Grad. An der Außeneinheit habe ich auf voller Leistung rund 44 Grad gemessen, dort wird die Wärme aus dem Raum abgegeben.
Lautstärketest innen und außen
Die Messwerte aus diesem Video stehen oben im Abschnitt „Lautstärke und Bedienung“.
Ab der ersten Etage ja. Das Paket ist so groß und schwer, dass ich es allein nicht in den dritten Stock bekommen hätte. Im Erdgeschoss kommst du theoretisch ohne aus.
Was kostet eine Stunde Betrieb an Strom?
In meinem Test auf höchster Stufe 0,675 kWh, das waren bei 36 Cent pro Kilowattstunde etwa 24 Cent.
Ist der Schlauch abnehmbar?
Nein. Der Schlauch ist fest verbunden und recht steif, das macht das Aufstellen in kleinen Räumen etwas fummelig.
Aus 1 m Entfernung habe ich am Innengerät zwischen 37,6 dB im Out-Silent-Modus und rund 51 dB auf voller Leistung gemessen, an der Außeneinheit zwischen 45,1 und 54,3 dB.
Wie kalt ist die Luft aus der Midea PortaSplit?
Direkt am Luftauslass habe ich auf maximaler Leistung etwa 8 Grad gemessen, bei rund 22,5 Grad angesaugter Raumluft. Im Silent-Modus waren es etwa 11 Grad. Die Raumtemperatur sinkt natürlich langsamer, in meinem Härtetest um 7,1 Grad in drei Stunden.
Welches Kältemittel nutzt die Midea PortaSplit?
Meine PortaSplit arbeitet mit dem Kältemittel R32. Auf der IFA 2026 hat Midea angekündigt, die PortaSplit wegen der EU-F-Gase-Verordnung auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan) umzustellen. Die neue Version soll bis Sommer 2027 in Europa erhältlich sein.
Deine Erfahrungen mit der Midea PortaSplit
Hast du die PortaSplit schon ausprobiert oder planst du den Kauf? Schreib mir deine Erfahrungen oder Fragen gern über das Kontaktformular. Vielen Dank fürs Lesen und viel Erfolg bei der Suche nach der passenden mobilen Klimaanlage!
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