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Mac mini M4 Speicher erweitern: Dock, externe SSD oder Thunderbolt-Gehäuse?

Mehr Speicher für den Mac mini M4: Dock mit M.2-Steckplatz, externe SSD oder Thunderbolt-Gehäuse. Was Apple ab Werk anbietet, wie du Gbit/s und MB/s liest, welches Format passt und was wir mit einem Dock gemessen haben.

Titelbild: KI-generiertes Symbolbild, erstellt mit ChatGPT. Die Produktfotos in den verlinkten Tests sind echte Aufnahmen.

Der Mac mini mit M4 ist klein, leise und schnell, startet laut Apple aber mit 256 GB SSD. Fotos, Videos und Programme füllen das schnell. Den internen Speicher wählst du beim Kauf. Wer später mehr Platz braucht, erweitert in der Regel extern: mit einem Dock, in das eine SSD kommt, mit einer externen SSD oder mit einem schnellen Thunderbolt-Gehäuse. Hier erkläre ich dir die drei Wege, worauf du bei Anschluss, Tempo und Format achten solltest und was wir mit einem Dock unter unserem Mac mini gemessen haben.

Kurz gesagt

Das Tempo bestimmt immer das langsamste Glied: Buchse, Kabel, Gehäuse oder Dock und die SSD selbst. Ein Dock mit M.2-Steckplatz ist die aufgeräumteste Lösung, ist aber per USB angebunden. In unserer Messung kam eine SSD im UGREEN-Dock auf rund 350 bis 380 MB/s, weil die Brücke zur SSD nur mit 5 Gbit/s lief. Eine externe SSD an den vorderen USB-C-Buchsen ist die einfachste Lösung, ein Thunderbolt- oder USB4-Gehäuse an der Rückseite die schnellste. Für den Mac allein formatierst du mit APFS, für den Austausch mit Windows mit ExFAT.

Was Apple ab Werk anbietet

Laut Apple-Datenblatt zum Mac mini (2024) gibt es den internen Speicher in diesen Stufen. Die Angaben entsprechen laut Apple den Werten bei Produkteinführung.

Mac mini mit M4Mac mini mit M4 Pro
SSD ab Werk256 GB512 GB
Optional beim Kauf512 GB, 1 TB oder 2 TB1 TB, 2 TB, 4 TB oder 8 TB
Vorne2 × USB-C mit USB 3, bis 10 Gbit/s2 × USB-C mit USB 3, bis 10 Gbit/s
Hinten3 × Thunderbolt 4, bis 40 Gbit/s3 × Thunderbolt 5, bis 120 Gbit/s
Außerdem hintenHDMI, EthernetHDMI, Ethernet

Apple weist außerdem darauf hin, dass 1 TB als eine Billion Byte gerechnet wird und die tatsächlich formatierte Kapazität geringer ist. Für den internen Steckplatz gibt es Umbaulösungen von Drittanbietern. Das ist ein Eingriff ins Gerät, den ich nicht ausprobiert habe, deshalb geht es hier nur um die Erweiterung von außen.

Gbit/s und MB/s: so liest du das Tempo

Anschlüsse werden in Gigabit pro Sekunde angegeben, Kopiertempo in Megabyte pro Sekunde. Ein Byte hat acht Bit. Teilst du die Gbit/s durch acht, bekommst du den theoretischen Höchstwert in Gigabyte pro Sekunde. Im Alltag kommt davon weniger an, weil ein Teil der Leitung für die Verwaltung der Daten draufgeht und weil Gehäuse, Brückenchip und SSD selbst bremsen können.

AnbindungTheoretisch höchstensBeispiel
5 Gbit/s625 MB/sältere oder einfache USB-Brücken
10 Gbit/s1.250 MB/svordere USB-C-Buchsen, viele externe SSDs
Thunderbolt 4Leitung 40 Gbit/s, SSD-Daten laut Intel bis 32 Gbit/shinten am M4 (auch USB4)
Thunderbolt 5laut Apple bis 120 Gbit/s, für Daten laut Intel 80 Gbit/s je Richtunghinten am M4 Pro

Bei Thunderbolt laufen SSD-Daten über einen eigenen PCIe-Kanal, laut Intel mit 32 Gbit/s bei Thunderbolt 4 und 64 Gbit/s bei Thunderbolt 5. Echte SSD-Werte liegen deshalb deutlich unter der Leitungsangabe.

Die Werte in der Tabelle sind nur die Obergrenze der Leitung, keine Zusage für eine bestimmte SSD. Wie wenig davon ankommen kann, zeigt unser Dock weiter unten.

Weg 1: Dock mit M.2-Steckplatz

Für den Mac mini in der kleinen Bauform gibt es Docks, die genau seine Grundfläche haben. Sie stehen unter dem Rechner, bringen zusätzliche USB-Buchsen und Kartenschlitze mit und nehmen im Inneren eine M.2-SSD auf. Angeschlossen werden sie mit einem kurzen Kabel an einer der hinteren Buchsen. Der Speicher gehört dann sichtbar zum Rechner, es liegt keine lose Platte auf dem Tisch.

Unter unserem Mac mini mit M4 steht so ein Dock von UGREEN, darin eine SSD mit einem Terabyte. Der Mac meldete für den Hub im Dock 10 Gbit/s, für die Brücke zur SSD aber nur 5 Gbit/s. Gemessen haben wir mit 3 GB am Stück rund 380 MB/s beim Lesen und rund 350 MB/s beim Schreiben. Das ist deutlich weniger, als die Werbung für den Steckplatz erwarten lässt, und weit unter dem, was Crucial für dieselbe SSD in einem PC-Steckplatz angibt. Für den Alltag reicht es uns aber gut.

Dazu kommt: Das Dock hängt mit einem einzigen Kabel am Mac. SSD und alle weiteren Buchsen teilen sich diese Verbindung. Laufen viele Kopien über das Dock gleichzeitig, teilen sie sich diese eine Leitung und können sich gegenseitig bremsen.

Darauf achtest du beim Dock:

  • Passt es zu deinem Mac mini? Solche Docks sind für eine bestimmte Bauform gebaut, unseres nennt UGREEN für den Mac mini mit M4 und M4 Pro.
  • Welche SSD passt: NVMe, Baulänge (meist bis 2280) und ob unter dem Deckel Platz für eine SSD mit Kühlkörper ist.
  • Mit wie vielen Gbit/s ist der M.2-Steckplatz angebunden? Steht dort nichts, rechne eher mit wenig.
  • Liegt ein Wärmeleitpad bei? Bei unserem Dock war eines dabei.
  • Braucht das Dock zusätzlichen Strom, und hat es einen Monitor-Ausgang? Unser Modell hat keinen.

Weg 2: externe SSD per USB-C

Die einfachste Lösung ist eine fertige externe SSD. Einstecken, einmal formatieren, fertig. Sie passt auch an den Laptop und lässt sich mitnehmen. Laut Apple liefern die beiden USB-C-Buchsen vorne am Mac mini USB 3 mit bis zu 10 Gbit/s. Eine SSD mit 10 Gbit/s ist dort gut aufgehoben, eine schnellere SSD steckst du besser hinten an eine Thunderbolt-Buchse.

Achte beim Kauf darauf, wie die SSD angebunden ist. Begriffe wie USB 3.2 Gen 2 stehen für 10 Gbit/s, USB4 oder Thunderbolt für deutlich mehr. Auch das Kabel zählt: Ein einfaches Ladekabel kann das Tempo begrenzen. Und eine externe SSD hängt immer an einem Kabel, das am Schreibtisch Platz braucht und sich lösen kann.

Weg 3: Thunderbolt- oder USB4-Gehäuse

Am schnellsten wird es mit einem Gehäuse für M.2-SSDs, das per Thunderbolt oder USB4 angeschlossen wird. Die hinteren Buchsen des Mac mini mit M4 schaffen laut Apple bis zu 40 Gbit/s, beim M4 Pro mit Thunderbolt 5 bis zu 120 Gbit/s. Du kaufst Gehäuse und SSD getrennt und baust sie selbst zusammen. Wie viel Tempo am Ende ankommt, hängt vom Gehäuse und von der SSD ab. Ein solches Gehäuse habe ich selbst noch nicht getestet.

Bedenke: Die drei hinteren Buchsen brauchst du oft auch für Monitore. Laut Apple laufen externe Displays am Mac mini über Thunderbolt oder HDMI. Der Monitor an meinem Schreibtisch, der ASUS ProArt PA278QV, hat zum Beispiel kein USB-C, sondern DisplayPort, Mini DisplayPort, HDMI und DVI. Am Mac mini hängt so ein Monitor am HDMI-Anschluss oder per Adapter an einer Thunderbolt-Buchse. Zähl vor dem Kauf also durch, wie viele Buchsen nach Monitor, Dock und Speicher noch frei sind.

Die drei Wege im Vergleich

Dock mit M.2Externe SSDThunderbolt-/USB4-Gehäuse
Aufbauunter dem Mac, SSD selbst einbauenfertig, einsteckenGehäuse plus SSD selbst einbauen
Tempovon USB-Anbindung begrenzt, bei uns rund 350 bis 380 MB/smeist bis 10 Gbit/sam höchsten, je nach Gehäuse
Extraszusätzliche USB-Buchsen und Kartenlesermobil, auch am Laptopmobil, sehr schnell
Belegteine hintere Buchseeine vordere oder hintere Buchseeine hintere Buchse

Speicherkarten: der Leser zählt mit

Wer Fotos und Videos von der Kamera holt, merkt dasselbe Prinzip beim Kartenleser. Eine schnelle UHS-II-Karte zeigt ihr Tempo nur in einem UHS-II-Leser. In meinem Test mit der Sony TOUGH V90 und dem Kartenleser Sony MRW-S1, der per USB 3.1 Gen 1 mit 5 Gbit/s angebunden ist, zeigte Windows beim Lesen rund 285 MB/s und beim Schreiben rund 256 MB/s. Der Test lief an meinem Windows-PC, nicht am Mac. Der Leser hat einen USB-A-Stecker, am Mac mini brauchst du dafür einen Adapter auf USB-C. Kartenschlitze in Docks können nicht immer UHS-II, ein Blick in die Angaben lohnt sich. Mehr im Test der Sony TOUGH V90 mit MRW-S1.

Kleiner Kartenleser mit USB-A-Stecker in einem Rechner, davor eine schnelle SD-Karte

Formatieren: APFS oder ExFAT?

Eine neue SSD musst du am Mac meist erst einrichten. Das geht im Festplattendienstprogramm. Laut Apple ist APFS das Standardformat für Macs mit macOS 10.13 oder neuer. Nutzt du die SSD nur am Mac, ist APFS die richtige Wahl. Soll sie auch an einem Windows-PC laufen, nimmst du laut Apple für Laufwerke über 32 GB ExFAT. Beim Formatieren werden alle Daten auf dem Laufwerk gelöscht, sichere also vorher, was schon darauf liegt.

Checkliste vor dem Kauf

  • Generation: Passt das Zubehör zu deinem Mac mini mit M4 oder M4 Pro?
  • Anschluss: Vorne USB-C mit 10 Gbit/s, hinten Thunderbolt 4 oder 5. Schnelle Laufwerke gehören nach hinten.
  • Tempo: Auf die Gbit/s der Anbindung achten, nicht nur auf das Tempo der SSD.
  • Freie Buchsen: Monitore, Dock und Speicher zusammen planen.
  • Kabel: Ein Datenkabel nehmen, das zur Anbindung passt.
  • Format: APFS für den Mac, ExFAT für den Austausch mit Windows.
  • Sicherung: Eine externe SSD ersetzt kein Backup. Wichtige Daten gehören an zwei Orte.

Mein Fazit

Mehr Speicher für den Mac mini M4 ist kein Problem, aber das Tempo hängt an der Anbindung. Das Dock unter unserem Mac mini ist aufgeräumt und für den Alltag schnell genug, in unserer Messung lief die Brücke zur SSD aber nur mit 5 Gbit/s, und das bremste die SSD deutlich. Wer große Projekte direkt von der externen SSD bearbeiten will, setzt auf ein Thunderbolt- oder USB4-Gehäuse an der Rückseite. Wer einfach mehr Platz für Fotos und Ablage braucht, ist mit einer externen SSD an den vorderen Buchsen gut bedient.

Häufige Fragen zum Speicher beim Mac mini M4

Kann man den Speicher beim Mac mini M4 erweitern?

Den internen Speicher wählst du beim Kauf, laut Apple beim M4 von 256 GB bis 2 TB und beim M4 Pro von 512 GB bis 8 TB. Später erweiterst du am einfachsten extern, mit einem Dock mit M.2-Steckplatz, einer externen SSD oder einem Thunderbolt-Gehäuse.

Wie schnell ist eine SSD in einem Mac-mini-Dock?

Das hängt von der Anbindung ab. In unserer Messung mit einem UGREEN-Dock unter einem Mac mini M4 lief die Brücke zur SSD mit 5 Gbit/s, gemessen haben wir rund 380 MB/s beim Lesen und 350 MB/s beim Schreiben.

Welche Buchse ist am Mac mini M4 am schnellsten?

Laut Apple die drei hinteren Thunderbolt-4-Buchsen mit bis zu 40 Gbit/s, beim M4 Pro Thunderbolt 5 mit bis zu 120 Gbit/s. Die beiden USB-C-Buchsen vorne liefern bis zu 10 Gbit/s.

Wie formatiere ich eine externe SSD für den Mac?

Im Festplattendienstprogramm. Laut Apple ist APFS das Standardformat ab macOS 10.13. Soll die SSD auch an Windows laufen, nimmst du ExFAT. Beim Formatieren werden alle Daten gelöscht.

Reicht eine externe SSD mit 10 Gbit/s?

Für Ablage, Fotos und Backups in der Regel ja, theoretisch sind bis zu 1.250 MB/s möglich. Wer große Projekte direkt von der SSD bearbeiten will, nimmt besser ein Thunderbolt- oder USB4-Gehäuse an der Rückseite.

Belegt ein Dock eine Thunderbolt-Buchse?

Meist ja. Unseres steckt mit einem kurzen Kabel hinten in einer Thunderbolt-Buchse. Plane die Buchsen für Monitore, Dock und Speicher deshalb zusammen.

Weitere Ratgeber

Timo Kirschhausen
Timo Kirschhausen

Verantwortlich für die Inhalte auf 4-Happy-Home.

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