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Saugroboter mit Absaugstation: Lohnt sich das? Was die Station abnimmt, Wischfunktion und Wartung

Was eine Absaugstation wirklich abnimmt, wann sich eine Multifunktionsstation mit Moppwäsche lohnt, was du weiterhin selbst machst und was Beutel und Wartung bedeuten. Mit Erfahrungen aus dem Narwal Freo X10 Pro und dem IMOU L11 Pro Max.

Ein Saugroboter ohne Station muss nach fast jeder Fahrt von Hand geleert werden. Der kleine Behälter ist schnell voll, und wer das ein paar Wochen macht, startet den Roboter irgendwann seltener. Eine Absaugstation löst genau das: Der Roboter dockt an, die Station saugt den Behälter leer, und du kümmerst dich nur noch alle paar Monate um einen Staubbeutel.

Ich habe zwei Roboter mit Station im Alltag genutzt: den günstigen IMOU L11 Pro Max mit reiner Absaugstation und den Narwal Freo X10 Pro mit Multifunktionsstation, die zusätzlich die Mopps wäscht und trocknet. Als Gegenstück kommt die Narwal V40 Station dazu, ein Akkusauger, der sich ebenfalls automatisch entleert. Hier erfährst du, was die Station wirklich abnimmt, was nicht und für wen sich welche Lösung lohnt.

Kurz gesagt

Eine Absaugstation lohnt sich, wenn der Roboter regelmäßig laufen soll. Beim IMOU wechsle ich den Staubbeutel alle 60 Tage, beim Narwal gibt der Hersteller bis zu 120 Tage für den 2,5-Liter-Beutel an. Die Multifunktionsstation des Narwal wäscht und trocknet zusätzlich die Mopps, braucht dafür aber Frischwasser und einen regelmäßig geleerten Schmutzwassertank. Kabel, Kleidung und flache Gegenstände musst du bei beiden weiterhin aufheben.

Was eine Absaugstation macht

Der Roboter sammelt Staub in einem kleinen Behälter. Sobald er nach der Reinigung andockt, saugt die Station diesen Behälter in einen Staubbeutel leer. Beim IMOU L11 Pro Max passiert das nach jeder Reinigung automatisch, den Beutel wechsle ich alle 60 Tage. Beim Narwal Freo X10 Pro sitzt ein Beutel mit 2,5 Litern in der Station, für den Narwal bis zu 120 Tage wartungsfreien Betrieb angibt.

Du fasst den Staub nicht mehr an, und ein Roboter mit Zeitplanfunktion läuft, während du unterwegs bist. Beim Narwal habe ich das so eingerichtet. Beim Narwal schließt du den Beutel über einen integrierten Verschluss, bevor du ihn herausziehst, so fällt beim Wechsel nichts heraus.

Nur Absaugen oder Multifunktionsstation mit Moppwäsche

Hier trennen sich die beiden Roboter. Der IMOU hat eine Wischfunktion mit einstellbarer Wassermenge, aber der Wischwasserbehälter am Roboter ist klein. Nach dem Wischen nehme ich das Tuch ab und lasse es trocknen. Die Station kümmert sich nur um den Staub.

Der Narwal kombiniert Saugen, Wischen, Moppwäsche und Absaugung in einer Station. Unter dem Deckel sitzen Frisch- und Schmutzwassertank, beide mit Griff. Der Roboter fährt auf Wunsch etwa alle 10 Quadratmeter oder nach jedem Raum zurück, reinigt die Mopps und nimmt Frischwasser auf. Ich habe die Moppwäsche auf nach jedem Raum eingestellt, das reicht bei uns vollkommen. Die Trocknung lässt sich leise oder stark einstellen. Auf dem Weg zum Zielraum hebt der Roboter die Mopps an, damit er Schmutzwasser nicht durch andere Räume zieht.

Beim Wischen fährt der Edge-Reach-Mopp an Fußleisten, Möbelkanten und Tischbeinen sichtbar weiter heraus als runde Systeme. Mein Ketchup-Test hat aber die Grenze gezeigt: Auf der Fläche reinigt der Roboter sehr gut, in den Fugen bleibt etwas zurück. Bei einer großen Menge Soße helfe ich vorher mit einem Tuch nach. Die Mopps waren nach der Moppwäsche wieder sauber.

Was die Station nicht abnimmt

  • Boden vorbereiten: Kabel, Kleidung und sehr flache Gegenstände wie ein Notizbuch musst du bei beiden Robotern aufheben. Beim IMOU räume ich zusätzlich Schuhe und lose Gegenstände weg.
  • Wasser: Die Moppwäsche des Narwal braucht Frischwasser im Tank und einen regelmäßig geleerten Schmutzwassertank.
  • Bürsten: Beim IMOU befreie ich die Bürsten regelmäßig von Haaren, ein Werkzeug liegt bei. Der Narwal hat eine verwicklungsfreie Seitenbürste, bei unserem Vorgängermodell wickelten sich die Haare noch um die komplette Bürste.
  • Hartnäckiger Schmutz: Blumenerde brauchte beim IMOU einen zweiten Durchgang, Ketchup in den Fugen blieb beim Narwal teilweise zurück.

Platzbedarf und Aufstellung

Eine Station braucht einen festen Platz mit Steckdose und freier Anfahrt. Beim IMOU ist es eine reine Absaugstation. Die Multifunktionsstation des Narwal braucht mehr Platz, weil sie Staubbeutel, zwei Wassertanks und die Moppwäsche beherbergt. Roboter und Station wiegen zusammen gut 12 Kilogramm. Sinnvoll ist ein Platz nahe am Wasserhahn, weil du Frischwasser nachfüllst und Schmutzwasser wegträgst.

Bei den Robotern zählt die Höhe. Der IMOU ist 9,8 Zentimeter hoch und passt unter niedrige Möbel. Der Narwal misst 10,77 Zentimeter und kommt bei uns unter dem Bett gut zurecht.

Laufende Kosten und Wartung

Mit der Station kommen Staubbeutel als Verbrauchsmaterial dazu. Beim IMOU lagen zwei Beutel im Karton. Beim Narwal hat mir der Hersteller eine Zubehörbox für ungefähr ein Jahr bereitgestellt: sechs Ersatzmopps, zwei Schwammfilter, zwei HEPA-Filter, zwei Seitenbürsten, zwei Staubbeutel, 24 Reinigungstabletten und eine Ersatzwalzenbürste. Bei den Tabletten besteht keine Markenbindung. So ein Set solltest du direkt mit einplanen, im Lieferumfang selbst sind keine Tabletten enthalten.

Die Wartung: Beutel wechseln alle zwei bis vier Monate, beim Narwal zusätzlich Frischwasser nachfüllen, Schmutzwasser leeren und den austauschbaren Filter der Station bei Bedarf wechseln. Beim IMOU bleiben Wischtuch trocknen und Bürsten reinigen von Hand.

Meine Erfahrungen mit Narwal und IMOU

Beide Roboter haben bei mir rund 46 Quadratmeter gereinigt. Der IMOU brauchte 45 Minuten und hatte danach noch 79 Prozent Akku. Der Narwal war mit einer Stunde und neun Minuten bei 40 Prozent Akkuverbrauch langsamer, hat dabei aber gewischt und zwischendurch die Mopps gewaschen.

Der größte Unterschied liegt bei den Hindernissen. Vorhänge mussten wir bei unserem früheren Roboter grundsätzlich hochhängen. Der Narwal arbeitet sich sauber um sie herum und hat sich bisher nicht darin verfangen. Durch Stuhlbeine arbeitet er sich Stück für Stück, einen Kleiderständer, der noch nicht auf der Karte war, umfuhr er. Der IMOU verfing sich zunächst leicht in meinem Wäscheständer, befreite sich aber selbst und merkte sich das Hindernis.

Bei der Saugleistung liegen bis zu 11.000 Pascal beim Narwal gegen bis zu 4.500 Pascal beim IMOU. Im Alltag reicht beim Narwal meist die leisere Standardstufe von vier. Der IMOU entfernte Tannennadeln in einem Durchgang und erhöht die Leistung auf Teppichen automatisch.

Narwal Freo X10 ProIMOU L11 Pro Max
StationAbsaugung, Moppwäsche, Trocknung, Frisch- und Schmutzwassertanknur Absaugung
Staubbeutel2,5 Liter, bis zu 120 Tage laut HerstellerWechsel bei mir alle 60 Tage
Saugleistungbis zu 11.000 Pascal, vier Stufenbis zu 4.500 Pascal, Teppicherkennung
WischenEdge-Reach-Mopp, Wäsche in der StationWischtuch, kleiner Wasserbehälter, Tuch von Hand trocknen
Rund 46 m² im Test1 h 09 min, 40 % Akkuverbrauch, inkl. Moppwäsche45 min, 79 % Akku übrig
Höhe des Roboters10,77 cm9,8 cm
Hindernisseumfährt Vorhänge und StuhlbeineBoden vorher frei räumen
Testgerätvom Hersteller gestelltvom Hersteller gestellt

Die Narwal V40 Station zeigt, dass das Prinzip auch beim Akkusauger funktioniert. Das 0,6-Liter-Handgerät wird beim Einsetzen berührungslos in einen 3-Liter-Beutel entleert, der laut Hersteller bis zu 100 Tage reicht und sich beim Herausnehmen selbst versiegelt.

Für wen sich welche Lösung lohnt

  • Reine Absaugstation (IMOU L11 Pro Max): Für Haushalte, die vor allem saugen wollen und mit dem Freiräumen leben können. Die Wischfunktion mit kleinem Tank ist eine Zugabe fürs Nachwischen, keine Moppwäsche wie beim Narwal.
  • Multifunktionsstation (Narwal Freo X10 Pro): Für alle, die Saugen und Wischen komplett abgeben wollen, mit Vorhängen und Stühlen leben und Platz für die große Station haben.
  • Akkusauger mit Station (Narwal V40 Station): Für Haushalte, die selbst saugen, aber den Staub nicht mehr anfassen wollen. Für Polster und Matratzen bleibt der Handsauger ohnehin gesetzt.
  • Kombination: Roboter für den täglichen Boden, Akkusauger für den Rest. Wie ich das aufteile, steht im Ratgeber Saugroboter, Akkusauger und Polstersauger kombinieren.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Beutelgröße und Intervall: Je größer der Beutel, desto seltener der Wechsel. Der Narwal nennt 2,5 Liter und bis zu 120 Tage, beim IMOU sind es bei mir 60 Tage.
  • Nachschub: Prüfe, ob Beutel, Filter und Mopps gut erhältlich sind, und bestelle die Erstausstattung mit, wenn sie nicht im Karton liegt.
  • Moppwäsche: Nur eine Station mit Frisch- und Schmutzwassertank wäscht die Mopps. Sonst nimmst du das Tuch nach jedem Wischen ab.
  • Hinderniserkennung: Vorhänge, Stuhlbeine und ein Wäscheständer sind der Alltagstest. Je besser der Roboter damit umgeht, desto öfter läuft er wirklich.
  • Höhe: 9,8 oder 10,77 Zentimeter entscheiden, ob der Roboter unter Sofa und Bett passt. Miss vorher nach.
  • Standort: Steckdose, freie Anfahrt und bei Moppwäsche ein Wasserhahn in der Nähe.

Mein Fazit

Die Absaugstation ist für mich der Punkt, an dem ein Saugroboter vom Spielzeug zum Haushaltsgerät wird. Der IMOU L11 Pro Max zeigt, dass das auch in der günstigen Klasse funktioniert, solange du den Boden vorher frei räumst. Der Narwal Freo X10 Pro geht mit Moppwäsche und Trocknung deutlich weiter und ist für uns bisher der beste Saug- und Wischroboter. Die Details findest du im Narwal Freo X10 Pro Test, im IMOU L11 Pro Max Test und im Narwal V40 Station Test. Weitere Tests stehen in der Kategorie Staubsauger und in meiner Übersicht Haushaltsgeräte Test.

Häufige Fragen zu Saugrobotern mit Absaugstation

Wie oft muss ich den Staubbeutel der Absaugstation wechseln?

Beim IMOU L11 Pro Max wechsle ich den Beutel alle 60 Tage. Beim Narwal Freo X10 Pro gibt der Hersteller für den 2,5-Liter-Beutel bis zu 120 Tage an. Das hängt davon ab, wie oft der Roboter fährt.

Was ist der Unterschied zwischen Absaugstation und Multifunktionsstation?

Eine Absaugstation leert nur den Staubbehälter des Roboters. Eine Multifunktionsstation wie beim Narwal Freo X10 Pro wäscht und trocknet zusätzlich die Mopps und hat dafür einen Frisch- und einen Schmutzwassertank.

Muss ich den Boden trotz Station vorher aufräumen?

Ja. Kabel, Kleidung und sehr flache Gegenstände müssen bei beiden Robotern aufgehoben werden. Der Narwal umfährt Vorhänge und Stuhlbeine, beim IMOU räume ich zusätzlich Schuhe und lose Gegenstände weg.

Wie lange braucht ein Saugroboter mit Station für 46 Quadratmeter?

Der IMOU L11 Pro Max brauchte 45 Minuten und hatte 79 Prozent Akku übrig. Der Narwal Freo X10 Pro brauchte eine Stunde und neun Minuten bei 40 Prozent Akkuverbrauch, inklusive Wischen und Moppwäsche.

Gibt es Absaugstationen auch für Akkusauger?

Ja. Die Narwal V40 Station entleert das 0,6-Liter-Handgerät berührungslos in einen 3-Liter-Beutel, der laut Hersteller bis zu 100 Tage reicht und sich beim Herausnehmen selbst versiegelt.

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Timo Kirschhausen
Timo Kirschhausen

Verantwortlich für die Inhalte auf 4-Happy-Home.

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