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Mein Schreibtisch-Setup im Homeoffice: Monitor, Licht, Strom und Ton

Mein Arbeitsplatz im Homeoffice Teil für Teil: Monitor, Monitorlampe, Mauspad, Tischsteckdose, Kartenleser und Mikrofon-Setup, jeweils mit Stärke, Grenze und Link zum Test. Dazu eine Checkliste für dein eigenes Setup.

Titelbild: KI-generiertes Symbolbild, erstellt mit ChatGPT. Die Produktfotos in den verlinkten Tests sind echte Aufnahmen.

Ein Schreibtisch-Setup wächst meist Stück für Stück. Erst kommt der Monitor, dann fehlt abends Licht, dann liegen Ladekabel unter dem Tisch, und irgendwann soll auch der Ton für Videocalls oder Aufnahmen stimmen. Hier zeige ich dir meinen Arbeitsplatz im Homeoffice Teil für Teil, jeweils mit einer Stärke und einer ehrlichen Grenze. Zu jedem verlinkten Teil gibt es einen ausführlichen Test mit Video. Am Ende findest du eine Checkliste, worauf du bei deinem eigenen Setup achten solltest.

Kurz gesagt

Mein Setup folgt einer einfachen Reihenfolge: Bild, Licht, Maus, Strom, Anschlüsse und Ton. Jedes Teil hat eine klare Aufgabe. Der ASUS ProArt PA278QV bringt viel Arbeitsfläche und ist ab Werk kalibriert, die BenQ ScreenBar legt Licht auf den Tisch statt auf den Bildschirm, die STGAROT Tischsteckdose holt Strom an die Tischkante, und für den Ton sorgt ein Yeti mit Schaumstoff, Popfilter und Schirm. Kein Teil kann alles: 75 Hertz sind für schnelle Spiele zu wenig, und an der Tischsteckdose lädt nur ein USB-Anschluss schnell.

Mein Setup auf einen Blick

BereichBei mirStärkeGrenze
BildASUS ProArt PA278QV, 27 Zollab Werk kalibriert, Lineal-Messhilfebis 75 Hz, kein USB-C
LichtBenQ ScreenBarLicht auf dem Tisch, keine Spiegelung im BildschirmStrom per USB, Klemme sitzt mittig oben
MausProElife Mauspad rund, 22 cmschlicht, rutschfeste Unterseitezu klein für weite Mausbewegungen
StromSTGAROT Tischsteckdose3 Schuko-Dosen und 4 USB an der Tischkantenur ein USB-Anschluss lädt schnell
DatenSony TOUGH V90 und Kartenleser MRW-S1im Test rund 285 MB/s beim LesenLeser mit USB-A, an USB-C nur per Adapter
TonYeti mit Schaumstoff, Popfilter und Schirmfängt P- und B-Laute ab, dämpft Schall von hintenbraucht Platz, schottet nicht ganz ab

Bild: der ASUS ProArt PA278QV

Am Monitorarm hängt bei mir der ASUS ProArt PA278QV mit 27 Zoll und 2560 × 1440 Pixeln. Das ergibt scharfe Schrift und genug Platz für zwei Fenster nebeneinander. Laut ASUS wird jeder Monitor ab Werk kalibriert und deckt sRGB und Rec. 709 vollständig ab. Für Fotos fürs Web und Videos im üblichen Standard ist das genau der passende Farbraum. Die matte Oberfläche zeigt meine Deckenlampe nur als weichen, hellen Fleck, nicht als scharfes Spiegelbild.

Richtig praktisch finde ich die QuickFit-Messhilfen: Auf Wunsch blendet der Monitor ein Lineal am Bildrand oder Rahmen in A4-Größe ein. So siehst du Dokumente in echter Größe, ohne sie auszudrucken. Befestigt ist er über die VESA-Aufnahme mit 100 × 100 Millimetern. Die Grenzen: Für schnelle Spiele sind bis zu 75 Hertz zu wenig, und einen USB-C-Anschluss, über den ein Laptop mit einem Kabel Bild und Strom bekommt, gibt es nicht. Alles Weitere steht im ASUS ProArt PA278QV Test.

Licht: die BenQ ScreenBar

Eine Schreibtischlampe nimmt Platz weg und spiegelt sich gern im Bildschirm. Die BenQ ScreenBar sitzt stattdessen oben auf einem Monitor, aufgesetzt ganz ohne Werkzeug. Bei mir steckt sie nicht auf dem ASUS, sondern auf einem anderen Bildschirm. Das Licht fällt schräg nach unten auf den Tisch, der Bildschirm bleibt frei, und die Leiste spiegelt sich nicht darin. Laut BenQ leuchtet sie eine Fläche von etwa 60 × 30 Zentimetern mit 500 Lux aus. Helligkeit und Lichtfarbe stellst du über vier Touchfelder direkt auf der Leiste ein.

Zwei Dinge musst du einplanen: Strom kommt per USB vom Monitor oder Rechner, ein Netzteil liegt nicht bei. Geht der Rechner aus, kann auch die Lampe ausgehen. Und die Klemme sitzt mittig oben, genau dort, wo viele ihre Webcam haben. Laut BenQ passt sie an Monitorrahmen zwischen 1 und 3 Zentimetern Dicke. Alle Details im BenQ ScreenBar Test.

Maus: das runde Mauspad von ProElife

Unter meiner kabellosen Maus liegt ein rundes, weißes Mauspad von ProElife mit 22 Zentimetern Durchmesser. Ich habe es selbst gekauft. Die Oberfläche ist Kunstleder, der Rand rundum vernäht, unten sitzt eine rutschfeste Gummischicht. Für Mails, Tabellen und Surfen reicht die Größe, für Spiele mit weiten Mausbewegungen eher nicht. Wie sich das helle Kunstleder auf Dauer hält, kann ich noch nicht sagen. Mehr dazu im ProElife Mauspad Test.

Kabellose Maus auf dem runden weißen Mauspad an meinem Schreibtisch

Strom: die STGAROT Tischsteckdose

Liegt die Steckdosenleiste unter dem Tisch, heißt jedes Ladekabel Bücken. Jetzt ist die STGAROT Tischsteckdose an die Tischkante geklemmt, ganz ohne Bohren. Oben sitzen drei Schuko-Steckdosen und vier USB-Anschlüsse, so sind Stecker und Ladekabel immer in Reichweite. Laut STGAROT passt die Klemme an Tischplatten bis 4,5 Zentimeter, eine Taste schaltet die ganze Leiste.

Schnell lädt aber nur einer der vier USB-Anschlüsse: der einzelne USB-C mit bis zu 20 Watt. Die anderen drei teilen sich laut Gehäuseaufdruck 5 Volt und 3,1 Ampere, das passt für Kopfhörer oder eine Uhr. Große Verbraucher wie Heizlüfter oder Wasserkocher gehören direkt in die Wanddose, und eine zweite Steckdosenleiste steckst du nicht in diese. Den im Angebot genannten Überspannungsschutz konnte ich nicht belegen. Alles im STGAROT Tischsteckdose Test.

Tischsteckdose mit drei Schuko-Dosen an der hinteren Kante meines Schreibtischs

Anschlüsse und Speicher

Unter meinem Mac mini steht ein Dock von UGREEN mit genau dessen Grundfläche. Es bringt zusätzliche USB-Buchsen und Schlitze für Speicherkarten mit, im Inneren steckt eine SSD mit einem Terabyte. In unserer Messung schafft die SSD dort rund 350 bis 380 MB/s. Das ist deutlich weniger, als die Werbung für den Steckplatz erwarten lässt, für den Alltag reicht es aber gut. Einen eigenen Test dazu gibt es noch nicht.

Für Videos aus meiner Kamera nutze ich die Sony TOUGH SF-G mit 256 GB, eine UHS-II-Karte der Klasse V90, und den kleinen Kartenleser MRW-S1. Beides habe ich selbst gekauft. Im Kopiertest an meinem Windows-PC zeigte Windows beim Kopieren von der Karte rund 285 MB/s, zurück auf die Karte rund 256 MB/s. Wichtig: Dieses Tempo kommt nur mit einem UHS-II-Leser an. Der MRW-S1 steckt ohne Kabel im USB-A-Port, an einem Laptop mit nur USB-C brauchst du einen Adapter. Mehr im Test der Sony TOUGH V90 mit Kartenleser MRW-S1.

Ton: Yeti mit Schaumstoff, Popfilter und Schirm

Mein Aufnahmeplatz besteht aus vier Teilen: dem Logitech G Yeti, auf dessen Gehäuse noch Blue steht, einem Schaumstoff-Überzug von AOBETAK, einem Popfilter von König & Meyer und einem Isolationsschirm von CAHAYA. Schaumstoff und Popfilter fangen Luftstöße bei P- und B-Lauten ab, der Schirm dämpft Schall von hinten und von den Seiten. Für Sprache stellst du das Yeti auf die Richtcharakteristik Niere, sie nimmt vor allem von vorn auf.

Ganz abschotten kann der Schirm nicht, eine ruhige Umgebung ersetzt er nicht, und er braucht Platz auf dem Tisch. Das Yeti wiegt mit Fuß laut Logitech rund 1,4 Kilo. Den Popfilter schraubst du laut König & Meyer an ein Stativrohr, das hat das Yeti auf seinem Tischfuß nicht. Plan also einen Ständer oder Mikrofonarm ein. Einen Hörvergleich mit und ohne Zubehör habe ich nicht gemacht. Alles im Test meines Yeti-Setups.

USB-Mikrofon mit Schaumstoff-Überzug vor dem aufgefalteten Isolationsschirm auf meinem Schreibtisch

Dazu kommt das kleine Ansteckmikrofon Lavalier GO von RØDE. Sein Stecker hat zwei Trennringe, die Buchse an meinem Rechner erwartet drei, das übernimmt ein kurzes Adapterkabel. Es nimmt allerdings rundum auf, also auch Tastatur und Raum.

Worauf du bei deinem eigenen Setup achten solltest

Die Teile oben passen zu meinem Tisch und meiner Arbeit. Bei dir kann die richtige Wahl anders aussehen. Diese Punkte helfen dir beim Planen:

  • Erst die Basis: Tisch und Stuhl bestimmen deine Haltung den ganzen Tag. Wie du sie und den Monitor einstellst, steht im Ratgeber Homeoffice ergonomisch einrichten.
  • Monitor: Prüf die Anschlüsse deines Rechners. Willst du einen Laptop mit einem Kabel anschließen, brauchst du USB-C am Monitor. Spielst du schnelle Spiele, achte auf die Bildwiederholrate. Für einen Monitorarm muss die VESA-Aufnahme passen.
  • Licht: Keine Lampe sollte sich im Bildschirm spiegeln. Bei einer Monitorlampe zählen Rahmendicke, ein freier USB-Anschluss und der Platz für deine Webcam.
  • Strom: Miss die Dicke deiner Tischplatte, bevor du eine Klemm-Steckdose kaufst. Lies bei USB die Leistung je Anschluss, nicht nur die Zahl der Buchsen. Die Belastbarkeit gilt für alle Geräte zusammen.
  • Kabel: Das Netzkabel darf nicht zwischen Klemme und Tisch gequetscht werden. An einem höhenverstellbaren Schreibtisch brauchen alle Kabel genug Länge für die höchste Position.
  • Daten: Karte und Leser müssen zusammenpassen. Eine UHS-II-Karte bringt nur mit einem UHS-II-Leser ihr Tempo, und der Stecker des Lesers muss zu deinem Rechner passen.
  • Ton: Der Raum zählt mit. Plan Platz für Schirm und Mikrofon ein und eine Halterung für den Popfilter.
  • Tischfläche: Mikrofon, Schirm, Lampe und Mauspad brauchen Platz. Lieber ein Teil weniger als ein voller Tisch.

Mein Fazit

Jedes Teil hat hier eine klare Aufgabe, und zusammen ergeben sie einen aufgeräumten Arbeitsplatz für Homeoffice, Fotobearbeitung und Aufnahmen. Das Wichtigste ist kein einzelnes Teil, sondern dass alles zusammenpasst: Licht, das sich nicht spiegelt, Strom in Reichweite und ein Mikrofonplatz, der zu deinem Raum passt. Die ausführlichen Tests mit Video findest du unten, weitere Geräte in meiner Übersicht Ergonomisches Home-Office.

Häufige Fragen zum Schreibtisch-Setup

Womit fange ich beim Schreibtisch-Setup an?

Mit Tisch und Stuhl, denn sie bestimmen deine Haltung. Danach kommen Monitor, Licht, Strom und Ton. Wer viel spricht oder aufnimmt, plant den Mikrofonplatz gleich mit ein, weil Schirm und Mikrofon Platz brauchen.

Ist eine Monitorlampe besser als eine Schreibtischlampe?

Eine Monitorlampe wie die ScreenBar braucht keinen Platz auf dem Tisch und spiegelt sich nicht im Bildschirm, weil sie schräg nach unten auf den Tisch leuchtet. Dafür braucht sie einen USB-Anschluss und sitzt mittig oben, wo oft die Webcam steht. Eine Schreibtischlampe ist flexibler, wenn du viel auf Papier arbeitest.

Wie viele USB-Anschlüsse sollte eine Tischsteckdose haben?

Wichtiger als die Zahl ist die Leistung je Anschluss. An meiner STGAROT Tischsteckdose lädt nur der einzelne USB-C mit bis zu 20 Watt schnell, die anderen drei teilen sich laut Aufdruck 5 Volt und 3,1 Ampere.

Reicht ein Monitor mit 75 Hertz fürs Homeoffice?

Für Büro, Fotos und Videoschnitt ja. Für schnelle Spiele sind 75 Hertz zu wenig, dafür brauchst du ein Modell mit höherer Bildwiederholrate.

Brauche ich für ein USB-Mikrofon Zubehör?

Nicht zwingend. Schaumstoff und Popfilter fangen Luftstöße bei P- und B-Lauten ab, ein Schirm dämpft Schall von hinten und von den Seiten. Wie viel das bringt, hängt von deinem Raum ab. Einen Hörvergleich habe ich nicht gemacht.

Brauche ich einen besonderen Kartenleser für schnelle Speicherkarten?

Für UHS-II-Karten ja. Nur mit einem UHS-II-Leser kommt ihr Tempo am Rechner an. Mit dem Sony MRW-S1 zeigte Windows in meinem Test rund 285 MB/s beim Lesen.

Weitere Ratgeber

Timo Kirschhausen
Timo Kirschhausen

Verantwortlich für die Inhalte auf 4-Happy-Home.

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