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Narwal Freo X10 Pro im Test: Saug- und Wischroboter mit Absaugstation und Edge-Wischfunktion
Narwal Freo X10 Pro im Praxistest: Saugen, Wischen, Moppwäsche und Absaugung in einer Station. So schlägt er sich bei Haaren, Kanten, Vorhängen, Stuhlbeinen und im Ketchup-Test.
Saug- und Wischroboter mit Multifunktionsstation, bis zu 11.000 Pascal Saugleistung, Edge-Reach-Wischsystem, 2,5-Liter-Staubbeutel und LiDAR-Navigation. Im Test reinigte er knapp 46 Quadratmeter in einer Stunde und neun Minuten, umfuhr Vorhänge und Stuhlbeine zuverlässig und wischte Kanten sichtbar sauber.
Mein Test-Video 🎥
Hier kannst du meinen ausführlichen Test zum Narwal Freo X10 Pro schauen.
Technische Daten
Hersteller: Narwal
Modell: Freo X10 Pro
Gerätetyp: Saug- und Wischroboter mit Multifunktionsstation
Maße Roboter: 35,5 × 35 × 10,77 cm
Gewicht Roboter: ca. 3,7 kg (mit Station gut 12 kg)
Maximale Saugleistung: 11.000 Pascal, vier Saugstufen
Station: Frisch- und Schmutzwassertank, Moppwäsche, Trocknung, 2,5-Liter-Staubbeutel
Erste Komplettreinigung im Test: 46 m² in 1 h 09 min, 40 % Akku
Testgerät: vom Hersteller gestellt
Vorteile
Sehr hohe Saugleistung mit bis zu 11.000 Pascal
Edge-Reach-Mopp reinigt Kanten und Tischbeine sichtbar besser
Umfährt Vorhänge und arbeitet sich durch Stuhlbeine
Multifunktionsstation mit Moppwäsche, Absaugung und 2,5-Liter-Beutel
Umfangreiche, verständliche App mit Zeitplänen und Raumreinigung
Verwicklungsfreie Seitenbürste
Nachteile
Kabel und sehr flache Gegenstände müssen weiterhin aufgehoben werden
In Fugen bleibt bei groben Verschmutzungen etwas zurück
Keine Reinigungstabletten oder Zubehör-Grundpaket im Lieferumfang
Bodentiefer Spiegel kann die Kartierung verfälschen
Der Narwal Freo X10 Pro ist ein Saug- und Wischroboter mit Multifunktionsstation, der im Alltag vor allem eines besser machen soll: weniger Arbeit verursachen. Besonders bei Haaren, Kanten, Vorhängen und Stuhlbeinen zeigt sich, ob ein Roboter wirklich regelmäßig eingesetzt wird oder doch wieder in der Station stehen bleibt.
Nach mehreren Reinigungsläufen ist mein Eindruck sehr positiv. Der Freo X10 Pro saugt und wischt zuverlässig, navigiert angenehm selbstständig durch die Wohnung und nimmt einem viele der nervigen Vorbereitungen ab, die bei unserem vorherigen Modell noch nötig waren.
Das Wichtigste in Kürze
Der Freo X10 Pro kombiniert Saugen, Wischen, Moppwäsche und Absaugung in einer Multifunktionsstation.
Mit 11.000 Pascal liefert er für die tägliche Reinigung eine überzeugende Saugleistung.
Vorhänge, Stuhlbeine und Möbelbereiche meistert der Roboter im Alltag besonders zuverlässig.
Kabel und sehr flache Gegenstände sollten vor dem Start weiterhin vom Boden entfernt werden.
Lieferumfang, Design und technische Daten
Das Paket kommt sicher verpackt an und wiegt etwa 16 Kilogramm. Es lässt sich also auch allein noch gut in die Wohnung oder ins Haus tragen. Enthalten sind die Bedienungsanleitung, eine Schnellstartanleitung, das Stromkabel, eine verwicklungsfreie Seitenbürste sowie natürlich der Roboter mit Dockingstation.
Die Seitenbürste wird einfach aufgesteckt. Eine Seite ist flexibel ausgeführt, damit sich Haare nicht so leicht darum wickeln. Gerade im Vergleich zu unserem Vorgängermodell ist das eine sehr willkommene Lösung, weil sich dort regelmäßig Haare um die komplette Bürste gesammelt haben.
Der Roboter selbst macht direkt einen hochwertigen Eindruck. Das Design ist schlicht und zeitlos, die Verarbeitung von Roboter und Station wirkt durchdacht.
Maße des Roboters: 35,5 × 35 × 10,77 Zentimeter
Gewicht des Roboters: etwa 3,7 Kilogramm
Gewicht von Roboter und Station: gut 12 Kilogramm
Maximale Saugleistung: 11.000 Pascal
Navigation und Kantenreinigung: Was steckt im Freo X10 Pro?
Für die Orientierung kombiniert der Roboter mehrere Technologien. Das LDS-LiDAR scannt die Umgebung in Echtzeit und erstellt Karten der Räume. Ein ToF-Sensor verbessert die räumliche Wahrnehmung, damit Abstände zuverlässiger eingeschätzt und Hindernisse früher erkannt werden.
Zusätzlich setzt Narwal auf strukturiertes Licht zur Hinderniserkennung. Das soll besonders bei kleineren Gegenständen helfen. In der Praxis funktioniert die Navigation bei größeren und etwas höheren Alltagsobjekten wirklich gut. Sehr flache Dinge wie Kabel oder ein flach liegendes Notizbuch sollten aber weiterhin vor der Reinigung aufgehoben werden. Das steht auch so in der Betriebsanleitung.
Beim Wischen arbeitet der Freo X10 Pro mit dem Edge Reach System. Die Wischmopps sind so konstruiert, dass sie sich an Kanten und in Ecken besser ausfahren können als klassische runde Systeme. Das Ziel ist, möglichst keine ungewischten Streifen direkt an der Wand zurückzulassen.
Der Roboter erkennt Kanten, verlängert den Mopp bei Bedarf und arbeitet mit mehreren Strategien für Randbereiche. Das sieht man vor allem an Fußleisten, Möbelkanten und Tischbeinen: Der Mopp fährt sichtbar näher an die Stellen heran, die viele Roboter sonst großzügig aussparen.
Die Multifunktionsstation im Alltag
Die Station wirkt ebenso hochwertig wie der Roboter. Unter dem Deckel sitzen der Frischwasser- und der Schmutzwassertank. Beide Tanks lassen sich sicher verschließen und bequem am Griff tragen. Das ist gerade beim Nachfüllen von Frischwasser und beim Entleeren des Schmutzwassers angenehm gelöst.
In der Station befindet sich außerdem ein großer Staubbeutel mit 2,5 Litern Fassungsvermögen. Narwal gibt dafür bis zu 120 Tage wartungsfreien Betrieb an. Zusätzlich wird ein austauschbarer Reinigungsfilter eingesetzt. Der Einsatz in der Station lässt sich dafür herausnehmen, der Filter wird einfach eingesteckt.
Der Staubbeutel wird hinter der Frontabdeckung montiert. Praktisch ist der integrierte Verschluss: Er lässt sich schließen, bevor der Beutel herausgezogen wird. So bleibt der eingesammelte Staub im Beutel, statt beim Wechsel wieder herauszufallen. Die magnetische Frontabdeckung sitzt danach wieder schnell an ihrem Platz.
Einrichtung, Kartierung und App-Funktionen
Die Einrichtung über die Narwal Freo App hat bei uns problemlos funktioniert. Nach der Installation wird der Freo X10 Pro in der App hinzugefügt, anschließend kann direkt die Kartierung starten.
Bei uns war die erste Karte in weniger als fünf Minuten erstellt. Dabei gibt es einen wichtigen Punkt: Ein Spiegel, der bis zum Boden reicht, kann die Kartierung verfälschen. Der Roboter kann ihn als Durchgang in einen weiteren Raum interpretieren. Nachdem der Spiegel umgedreht war, wurde die Raumaufteilung korrekt erstellt.
Eine saubere Karte ist wichtig, wenn gezielt einzelne Räume gereinigt werden sollen. Die App bietet dafür erfreulich viele Möglichkeiten:
Reinigung einzelner Räume oder kompletter Bereiche
Individuelle Zeitpläne für automatisierte Reinigungen
Wischwiederholungen manuell einstellen oder von der integrierten KI regeln lassen
Strategie für die Moppwäsche festlegen, etwa nach Raum oder nach Fläche
Kindersicherung und Haustiermodus
Leise oder starke Trocknung für die Station
Sprachpakete für unterschiedliche Robotersprachen
Gesundheitsindex für den Staubbeutel
Push-Benachrichtigungen nach abgeschlossener Reinigung
Auf Wunsch kann der Roboter etwa alle 10 Quadratmeter oder nach jedem Raum zur Station zurückfahren, um die Mopps zu reinigen und Frischwasser aufzunehmen. Ich habe die Moppwäsche inzwischen auf nach jedem Raum eingestellt. Für unseren Alltag reicht das vollkommen aus.
Auch Zeitpläne lassen sich sehr detailliert einrichten. Damit kann die Reinigung laufen, während man unterwegs ist, und man kommt in eine frisch gesaugte und gewischte Wohnung zurück.
Erste komplette Reinigung: Zeit und Akkuverbrauch
Vor einer Reinigung führt der Freo X10 Pro einen kurzen Selbsttest aus und erstellt einen Reinigungsplan. Bei der ersten vollständigen Reinigung von knapp 46 Quadratmetern benötigte er eine Stunde und neun Minuten bei genau 40 Prozent Akkuverbrauch.
Rechnet man ein, dass der Roboter zwischendurch zur Station zurückfährt, die Mopps reinigt und Frischwasser aufnimmt, ist das eine gut nutzbare Zeit. Die Räume werden dabei gleichmäßig in Bahnen abgefahren, nicht planlos kreuz und quer.
Wischleistung im Praxistest mit Ketchup
Im Wischmodus füllt der Roboter Frischwasser in seinen Tank und hebt die Mopps auf dem Weg zum Zielraum an. Das ist sinnvoll, damit bereits aufgenommene Flüssigkeit nicht wieder durch andere Bereiche gezogen wird und einzelne Flächen nicht unnötig mehrfach gewischt werden.
Bei normaler Verschmutzung verwendet der Freo X10 Pro ausreichend Wasser und hinterlässt ein sauberes Ergebnis. An Kanten fährt der Mopp weit heraus und nimmt die Ränder sichtbar gut mit.
Der Ketchup-Härtetest hat gezeigt, wo die Grenze liegt: Auf der Fläche reinigt der Roboter sehr gut. In den Fugen bleibt allerdings noch etwas zurück. Bei einer wirklich großen Menge Soße würde ich deshalb immer erst grob mit einem Tuch nachhelfen. Solche Unfälle sind eher etwas für die Handreinigung als für einen Saugroboter.
Positiv war, dass die Mopps nach einer anschließenden Moppwäsche wieder gut sauber waren. Den Schmutzwassertank sollte man trotzdem regelmäßig entleeren.
Saugleistung mit bis zu 11.000 Pascal
Mit maximal 11.000 Pascal bietet der Freo X10 Pro eine sehr hohe Saugleistung für einen Saugroboter. Unser vorheriges Modell lag bei etwa 3.500 Pascal, also deutlich darunter.
Es stehen vier Saugstufen zur Verfügung. Für die tägliche Reinigung genügt bei uns in der Regel die leisere Standardstufe. Einzelne Krümel können zwar gelegentlich liegen bleiben, werden dann aber bei der nächsten Fahrt mitgenommen. Für eine alltägliche Grundreinigung ist das Ergebnis überzeugend.
Hindernistest: Vorhänge, Möbel, Stühle und enge Bereiche
Der größte Unterschied zum vorherigen Roboter zeigt sich im Alltag bei den Hindernissen. Vorhänge mussten wir früher grundsätzlich hochhängen, damit sich der Roboter nicht festfährt. Der Freo X10 Pro arbeitet sich dagegen sauber um sie herum und hat sich bei uns bisher nicht darin verfangen.
Das senkt den Vorbereitungsaufwand spürbar. Genau das sorgt am Ende dafür, dass man den Roboter wirklich häufiger starten kann.
Auch unter dem Bett kommt er gut zurecht. Dort, wo man mit einem Stabstaubsauger nur schwer hinkommt, fährt er zuverlässig entlang. Schränke und tiefere Möbelbereiche arbeitet er ebenfalls ordentlich ab, sofern die Durchfahrtshöhe ausreicht.
Im Hindernisparcours hat der Roboter verschiedene Gegenstände gut erkannt und umfahren. Einen Kleiderständer, der nicht vorher auf der Karte bekannt war, nahm er wahr und fuhr entweder darum herum oder hob sich an geeigneten Stellen darüber. Auch auf dem Rückweg ließ er sich davon nicht aufhalten.
Besonders praktisch ist der Umgang mit Stühlen. Statt sie vor jeder Reinigung hochzustellen, arbeitet sich der Freo X10 Pro Stück für Stück durch die Stuhlbeine. Das kostet zwar etwas Zeit, spart aber die lästige Vorbereitung.
Bei Tischbeinen zieht der Roboter den Mopp schön entlang der Kanten. Das ist eine der Lösungen, die im Alltag tatsächlich einen Unterschied machen.
Zubehörbox und Ersatzteile
Narwal hat zusätzlich eine Zubehörbox für ungefähr ein Jahr Nutzung bereitgestellt. Wer den Roboter langfristig einsetzen möchte, sollte dieses Set oder zumindest ein Grundpaket direkt mit einplanen.
In der Zubehörbox sind enthalten:
Sechs Ersatzmopps
Zwei Schwammfilter für den Frischwassertank
Zwei HEPA-Filter
Zwei Seitenbürsten
Zwei große Staubbeutel
24 Reinigungstabletten
Eine Ersatzwalzenbürste
Bei den Reinigungstabletten besteht keine Markenbindung. Wichtig ist nur, dass das Produkt für Saugroboter geeignet ist.
Fazit: Der bisher beste Saug- und Wischroboter bei uns
Der Narwal Freo X10 Pro ist für uns bisher der beste Saug- und Wischroboter. Er liefert sowohl beim Saugen als auch beim Wischen ein sehr gutes Ergebnis und lässt sich im Alltag weitgehend ohne Aufsicht starten.
Ganz ohne Vorbereitung geht es natürlich nicht. Kleidung, Kabel und sehr flache Gegenstände sollte man weiterhin aufheben. Vorhänge, Stühle und viele andere typische Hindernisse müssen bei uns dagegen nicht mehr extra aus dem Weg geräumt werden.
Auch Station und App überzeugen. Die Wasserbehälter fühlen sich hochwertig an, die Moppwäsche funktioniert zuverlässig und die vielen Einstellungsmöglichkeiten in der App bleiben trotzdem verständlich. Praktisch ist zudem, dass sich alles automatisch synchronisiert, wenn man sich auf einem weiteren Gerät mit demselben Konto anmeldet.
Mein einziger echter Verbesserungsvorschlag betrifft die Erstausstattung. Ein paar Reinigungstabletten für den Tank oder eine kleine Basis an Zubehör hätten direkt im Lieferumfang sein dürfen. Davon abgesehen ist das Gerät aus meiner Sicht von vorne bis hinten gut durchdacht und macht einfach Spaß.
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