Werbehinweis: Affiliate-Links (*). Als Amazon-Partner, Teilnehmer am eBay Partner Network und weiterer Partnerprogramme verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.
openWB SE: Titelbild des Videos (KI-generiert)
openWB SE beim Auspacken, Einblendung: Touch-Display mit 7 Zoll, Option, hier verbaut
Raspberry Pi mit grüner Zusatzplatine und angeschlossenen Leitungen hinter dem Display
Geeichter MID-Stromzähler im geöffneten Gehäuse der openWB SE, Aufnahme nur für das Video
Fehlerstromschutzschalter Typ B und zwei Schütze im Gehäuse der openWB SE
openWB SE an der Hauswand, Ladekabel am Halter, Einblendung zur Anmeldung beim Netzbetreiber
Display der openWB mit eingeblendeter Ladeleistung von 10,84 kW bei drei Phasen und 16 A
  1. openWB SE: Titelbild des Videos (KI-generiert)
  2. openWB SE beim Auspacken, Einblendung: Touch-Display mit 7 Zoll, Option, hier verbaut
  3. Raspberry Pi mit grüner Zusatzplatine und angeschlossenen Leitungen hinter dem Display
  4. Geeichter MID-Stromzähler im geöffneten Gehäuse der openWB SE, Aufnahme nur für das Video
  5. Fehlerstromschutzschalter Typ B und zwei Schütze im Gehäuse der openWB SE
  6. openWB SE an der Hauswand, Ladekabel am Halter, Einblendung zur Anmeldung beim Netzbetreiber
  7. Display der openWB mit eingeblendeter Ladeleistung von 10,84 kW bei drei Phasen und 16 A

openWB SE im Test: Wallbox mit Raspberry Pi und 11 kW

openWB SE im Test: 11-kW-Wallbox mit Raspberry Pi, geeichtem Zähler und FI Typ B. Laden im Alltag, Weboberfläche, Anmeldung und PV-Überschussladen mit Phasenumschaltung erklärt.

openWB SE 11 kW

Hier bekommst du das Gerät

openWB SE 11 kW

Werbung: Partnerlink. Die Wallbox war ein Hochzeitsgeschenk, nicht vom Hersteller, kein Sponsoring.

  • Installation und Anschluss
  • Ausstattung und Sicherheit
  • Bedienung am Display
  • Weboberfläche
  • Funktionsumfang
4.6/5Gesamtbewertung

Kurzbeschreibung

Wallbox mit 11 kW, Raspberry Pi als Steuerung, geeichtem Zähler, Fehlerstromschutz Typ B und optionaler Phasenumschaltung für Laden mit Solarüberschuss.

Mein Test-Video 🎥

Hier kannst du meinen ausführlichen Test zum openWB SE schauen.

Technische Daten
  • Ladeleistung: max. 11 kW
  • Ladestrom: 3 × 16 A / 1 × 20 A (bei mir 16 A eingestellt)
  • Zähler: geeicht (MID)
  • Fehlerstromschutz: Typ B
  • Schutzart: IP66 (laut openWB)
Vorteile
  • Geeichter Zähler und FI Typ B eingebaut
  • Mit optionaler Phasenumschaltung und 20 A (Elektriker entscheidet) lückenlos ab 1,4 kW
  • Sperre per Code und Ladeprotokoll mit CSV-Export
  • Lokale Weboberfläche, Open-Source-Software
  • Laut openWB IP66, auch mit Display
Nachteile
  • Maximal 11 kW, kein Upgrade auf 22 kW
  • Überschussladen und Lastmanagement brauchen einen Zähler am Hausanschluss
  • Phasenumschaltung und Display nur als Option
  • Weboberfläche sehr umfangreich

Titelbild: KI-generiert (mit ChatGPT erstellt). Alle anderen Bilder stammen aus meinem Video.

Zur Hochzeit habe ich ein ziemlich ungewöhnliches Geschenk bekommen: eine Wallbox. Seit ein Elektriker die openWB SE mit 11 kW an unserer Hauswand installiert hat, lädt hier unser Cupra Born. Hinter der schwarzen Front steckt mehr als ein Ladeanschluss: Ein Raspberry Pi übernimmt die Steuerung, die Software ist Open Source, und mit der passenden Ausstattung bringt die Wallbox Sonnenstrom vom eigenen Dach ins Auto. Eine Solaranlage habe ich selbst nicht. Deshalb trenne ich hier klar zwischen dem, was ich im Alltag nutze, und dem, wie das Laden mit Solarüberschuss funktioniert. Wichtig: Die Wallbox war ein privates Geschenk, nicht vom Hersteller.

Das Wichtigste in Kürze

Die openWB SE lädt mit bis zu 11 kW, dreiphasig mit 16 A, einphasig bis 20 A. Im Gehäuse sitzen ein geeichter Stromzähler, ein Fehlerstromschutzschalter Typ B und zwei Schütze, das zweite für die optionale Phasenumschaltung. Bei 16 A zeigt das Display bei mir dreiphasig 10,84 kW, meist lade ich mit weniger. Der Ladepunkt ist per Code gesperrt, jede Ladung landet im Ladeprotokoll. Ihre größte Stärke spielt sie mit einer Solaranlage aus: Mit Phasenumschaltung und 20 A einphasig lädt sie ab rund 1,4 kW ohne Lücke bis 11 kW (bei mir sind 16 A eingestellt). Grenzen: mehr als 11 kW gehen nicht, ein Upgrade auf 22 kW gibt es nicht, und die Weboberfläche ist sehr umfangreich.

Lieferumfang: Was im Karton steckt

openWB SE beim Auspacken, Einblendung: Touch-Display mit 7 Zoll, Option, hier verbaut
openWB SE beim Auspacken, Einblendung: Touch-Display mit 7 Zoll, Option, hier verbaut

In meiner Ausführung sitzt hinter der schwarzen Front ein Touch-Display mit 7 Zoll, das gibt es bei der SE als Option. Die Kabel kommen von unten durch Verschraubungen ins Gehäuse. Das Ladekabel mit Typ-2-Stecker liegt separat im Karton, die offenen Enden schließt der Elektriker später im Gehäuse an.

Außerdem dabei:

  • ein Halter für das Ladekabel,
  • Befestigungsmaterial für die Wand,
  • ein Infoblatt zur Inbetriebnahme,
  • eine Bohrschablone in Originalgröße (Maßstab 1:1) für die Montage.

Ein Blick ins Gehäuse: Raspberry Pi, Zähler und Schutztechnik

Wichtig vorab: Wir haben das Gehäuse nur für die Aufnahmen geöffnet. Bitte nicht nachmachen, das ist Sache einer Elektrofachkraft, denn im Betrieb liegt hier Netzspannung an.

Raspberry Pi mit grüner Zusatzplatine hinter dem Display der openWB SE, Gehäuse nur für die Aufnahme geöffnet
Raspberry Pi mit grüner Zusatzplatine hinter dem Display der openWB SE, Gehäuse nur für die Aufnahme geöffnet

In der Tür, direkt hinter dem Display, sitzt die Steuerung: ein Raspberry Pi mit einer grünen Zusatzplatine. Über einen kleinen USB-RS485-Adapter liest er den Stromzähler aus.

Geeichter MID-Stromzähler im geöffneten Gehäuse der openWB SE, Aufnahme nur für das Video
Geeichter MID-Stromzähler im geöffneten Gehäuse der openWB SE, Aufnahme nur für das Video

Der Zähler selbst ist geeicht (MID). So lässt sich jede Ladung sauber dokumentieren, zum Beispiel für die Abrechnung eines Dienstwagens.

Fehlerstromschutzschalter Typ B und zwei Schütze im Gehäuse der openWB SE
Fehlerstromschutzschalter Typ B und zwei Schütze im Gehäuse der openWB SE

Darunter sitzt ein Fehlerstromschutzschalter vom Typ B. Er erkennt auch Gleichstrom-Fehlerströme, die beim Laden eines E-Autos auftreten können. Rechts daneben schalten zwei Schütze die Ladung. Das zweite braucht es für die Umschaltung zwischen einer und drei Phasen. Diese Umschaltung ist bei der SE eine Option, in meiner Wallbox ist sie verbaut. Warum das wichtig ist, steht weiter unten beim Laden mit Sonnenstrom.

Die Software ist Open Source, Updates installierst du über die Weboberfläche.

Installation und Anmeldung

openWB SE an der Hauswand, Ladekabel am Halter, Einblendung zur Anmeldung beim Netzbetreiber
openWB SE an der Hauswand, Ladekabel am Halter, Einblendung zur Anmeldung beim Netzbetreiber

Angeschlossen hat die Wallbox bei mir ein Elektriker. Das ist auch Pflicht: Neue Anlagen hinter dem Hausanschluss darf nur ein Installateur anschließen, der bei einem Netzbetreiber eingetragen ist (§ 13 NAV). Abgesichert wird die openWB SE mit höchstens 20 A. Welche Zuleitung passt, entscheidet der Elektriker vor Ort.

Außerdem muss jede Wallbox vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden. Eine Zustimmung braucht es erst, wenn alle Ladepunkte zusammen mehr als 12 kVA haben (§ 19 NAV, Stand Oktober 2026). Mit einer Wallbox mit 11 kW reicht die Anmeldung.

Das Gehäuse ist für draußen gemacht: staubdicht und gegen kräftiges Strahlwasser geschützt, auch mit Display. Laut openWB entspricht das Schutzart IP66.

So lädt die openWB SE bei mir im Alltag

Zum Laden nehme ich das Kabel vom Halter, Ladeklappe auf, Stecker rein. Auf dem Display siehst du direkt, was passiert. Im Modus Sofort lädt die Wallbox gleich mit der eingestellten Stromstärke.

Display der openWB SE: 10,84 kW beim Laden mit drei Phasen und 16 A
Display der openWB SE: 10,84 kW beim Laden mit drei Phasen und 16 A

Dreiphasig mit 16 A zeigt das Display bei mir 10,84 kW. Mehr als 11 kW kann die Wallbox nicht. In der Ansicht Energiefluss siehst du, woher der Strom kommt, bei mir komplett aus dem Netz. Die Anzeige fürs Haus hat bei mir allerdings keine Aussagekraft: Ohne Zähler am Hausanschluss misst die Wallbox nur sich selbst.

Display der openWB SE beim Laden mit 6,6 kW, drei Phasen und 10 A
Display der openWB SE beim Laden mit 6,6 kW, drei Phasen und 10 A

Die Stromstärke ändere ich direkt am Display in den Einstellungen fürs Fahrzeug. Mit 10 A sind es dann noch rund 6,6 kW. Meist lade ich ohnehin mit weniger.

Damit nicht jeder an meiner Wallbox laden kann, ist der Ladepunkt gesperrt. Freigeben kann ich ihn am Display mit einem Code. Fertig geladen? Auto entriegeln, Stecker raus und das Kabel zurück an den Halter.

Die Weboberfläche: Lademodi, Status und Ladeprotokoll

Noch mehr stellst du in der Weboberfläche ein, die ich im Browser direkt im Heimnetz aufrufe. Für den Ladepunkt wählst du dort den Lademodus:

  • Sofort: Stromstärke und Phasen festlegen, auf Wunsch mit einer Energiemenge als Grenze.
  • Überschuss: Laden mit Solarüberschuss, mehr dazu im nächsten Abschnitt.
  • Zielladen: Du sagst, wie viel Energie bis zu welcher Uhrzeit im Auto sein soll, die Wallbox rechnet selbst aus, wann sie anfangen muss. Den Ladestand meines Autos liest sie bei mir nicht aus, ich würde dabei also Kilowattstunden angeben.
  • Eco: gedacht für dynamische Stromtarife, eingerichtet ist bei mir keiner.
  • Stop: Die Ladung bleibt aus.

Dazu kommt das Zeitladen: feste Zeitfenster, zum Beispiel morgens vor der Abfahrt. Es hat Vorrang vor allen anderen Modi.

Weboberfläche der openWB: Maximalstrom vom Elektriker auf 16 A je Phase eingestellt
Weboberfläche der openWB: Maximalstrom vom Elektriker auf 16 A je Phase eingestellt

Unter Status siehst du jede Komponente mit Spannung und Strom auf jeder Phase. Dort steht auch, was die Hardware kann: einphasig bis 20 A, dreiphasig bis 16 A. Eingestellt hat mein Elektriker höchstens 16 A.

Ladeprotokoll in der Weboberfläche der openWB mit CSV-Export, Kosten unkenntlich gemacht
Ladeprotokoll in der Weboberfläche der openWB mit CSV-Export, Kosten unkenntlich gemacht

Im Ladeprotokoll steht jede Ladung mit Datum, Dauer, Energie und Lademodus, exportierbar als CSV-Tabelle. Bei mir sind es bisher nur Sofortladungen. In den Diagrammen sieht man eine meiner ersten Ladungen: erst rund 6,6 kW, dann knapp 11 kW. Und bei den Summen steht die ehrliche Zahl: Alles kam aus dem Netz, der Solaranteil liegt bei null.

Laden mit Solarüberschuss: So funktioniert es

Dafür ist die Wallbox eigentlich gebaut. Da ich keine Solaranlage habe, ist dieser Teil eine Erklärung der Funktion mit den Einstellungen aus meiner Wallbox und den Angaben von openWB, kein eigener Praxistest mit Sonnenstrom.

Animation: Solaranlage, Haus und Auto, der Überschuss fließt am Hausanschluss ins Netz
Animation: Solaranlage, Haus und Auto, der Überschuss fließt am Hausanschluss ins Netz

Die Wallbox schaut dabei gar nicht aufs Dach, sondern auf den Hausanschluss. Dort misst ein Zähler, ob Strom ins Netz fließt oder aus dem Netz kommt. Was sonst ins Netz fließen würde, ist der Überschuss: Die Solaranlage erzeugt gerade mehr, als das Haus braucht.

Einstellungen Überschuss-Laden: Start ab 1,5 kW nach 30 Sekunden in meiner Wallbox
Einstellungen Überschuss-Laden: Start ab 1,5 kW nach 30 Sekunden in meiner Wallbox

Liegt dieser Überschuss eine Weile über einer Schwelle, startet die Ladung. In meiner Wallbox stehen dafür 1,5 kW und 30 Sekunden. So springt die Ladung nicht bei jeder Wolke an und wieder aus. Los geht es einphasig mit 6 A, das sind rund 1,4 kW. Danach regelt die Wallbox in kleinen Schritten nach, damit am Hausanschluss möglichst wenig ins Netz fließt.

Warum Phasenumschaltung und 20 A den Unterschied machen

Animation: einphasig bis 4,6 kW mit 20 A, dreiphasig ab 4,1 kW, mit 16 A Lücke zwischen 3,7 und 4,1 kW
Animation: einphasig bis 4,6 kW mit 20 A, dreiphasig ab 4,1 kW, mit 16 A Lücke zwischen 3,7 und 4,1 kW

Mit Phasenumschaltung lädt die SE einphasig bis zu 20 A, also etwa 4,6 kW. Dreiphasig geht es ab etwa 4,1 kW los. Die beiden Bereiche überlappen sich, es bleibt also keine Lücke. Mit nur 16 A einphasig wäre bei rund 3,7 kW Schluss, bis 4,1 kW bliebe ein Teil des Überschusses ungenutzt. Auf 16 A ist auch meine Wallbox eingestellt. Ob 20 A gehen, hängt an Zuleitung, Absicherung und Auto, und das entscheidet der Elektriker.

Laden mitLeistungsbereich
1 Phase, 6 bis 16 Aca. 1,4 bis 3,7 kW
1 Phase, 6 bis 20 Aca. 1,4 bis 4,6 kW
3 Phasen, 6 bis 16 Aca. 4,1 bis 11 kW

Reicht der Überschuss für drei Phasen, schaltet das zweite Schütz nach einer kurzen Wartezeit um, dann sind bis zu 11 kW möglich. Zieht eine Wolke auf, geht es nach einer Minute zurück auf eine Phase, so ist es in meiner Wallbox eingestellt. Reicht es auch dafür nicht mehr, endet die Ladung. Zwischen zwei automatischen Umschaltungen sind in meiner Wallbox mindestens sieben Minuten eingestellt. Über den Tag heißt das: morgens und abends eine Phase, mittags drei. So landet möglichst viel Sonnenstrom im Auto statt im Netz.

Ohne Zähler am Hausanschluss geht es nicht

Dafür braucht die Wallbox einen Messwert vom Hausanschluss. In der Oberfläche wählst du deinen Wechselrichter oder Zähler aus einer langen Herstellerliste. Bei mir steht dort nur ein virtueller Zähler, und der kennt nur die Wallbox selbst. Ohne Solaranlage und ohne Zähler am Hausanschluss bleibt das Überschussladen bei mir aus. Wie Überschussladen allgemein funktioniert und worauf du beim Wallbox-Kauf achtest, steht in meinem Ratgeber Wallbox kaufen: worauf achten.

Was ich ohne Solaranlage nutze

Vor allem Sofortladen, die Sperre am Display und das Ladeprotokoll. Im Sofortmodus wähle ich außerdem selbst, ob mit einer Phase oder mit allen dreien geladen wird.

Konfiguration Lastmanagement: Ohne echten Zähler am Hausanschluss sieht die Wallbox nur sich selbst
Konfiguration Lastmanagement: Ohne echten Zähler am Hausanschluss sieht die Wallbox nur sich selbst

Eine Grenze gibt es bei mir: Auch das Lastmanagement braucht einen echten Zähler am Hausanschluss. Gemeint ist die Funktion, die drosselt, wenn im Haus gleichzeitig viel Strom gebraucht wird. Bei mir sieht sie ohne diesen Zähler nur die Wallbox selbst. Wer Überschussladen oder Lastmanagement plant, sollte den Zähler also gleich mit einplanen.

Steuerbare Verbraucher: Was seit 2024 gilt

Wallboxen über 4,2 kW, die seit 2024 in Betrieb gehen, gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf sie bei drohender Überlastung herunterregeln, aber nicht unter 4,2 kW, Laden bleibt also möglich. Im Gegenzug gibt es ein reduziertes Netzentgelt (laut Bundesnetzagentur, Stand Oktober 2026). Das Steuersignal kommt über einen Kontakt oder digital an, eingerichtet wird das in der Oberfläche der openWB unter Ein- und Ausgänge.

Technische Daten

MerkmalopenWB SE 11 kW
Ladeleistungmax. 11 kW, nicht auf 22 kW aufrüstbar
Ladestromdreiphasig bis 16 A, einphasig bis 20 A (ca. 4,6 kW); bei mir 16 A eingestellt
Phasenumschaltung1 ↔ 3 Phasen, Option (bei mir verbaut)
AnschlussLadekabel mit Typ-2-Stecker, fest angeschlossen
Absicherunghöchstens 20 A
Stromzählergeeicht (MID)
FehlerstromschutzFI Typ B eingebaut
DisplayTouch, 7 Zoll, Option (bei mir verbaut)
SteuerungRaspberry Pi mit Zusatzplatine, Open-Source-Software
SchutzartIP66, auch mit Display (laut openWB)
LademodiSofort, Überschuss, Zielladen, Eco, Stop, dazu Zeitladen

Leistung, Ströme, Schutzart und Optionen stammen von openWB, die Bauteile im Gehäuse habe ich im Video gezeigt.

Mein Fazit zur openWB SE

Mein Elektriker fand den Anschluss einfach und gut verständlich und war insgesamt sehr zufrieden. Dass der Fehlerstromschutz schon eingebaut ist, kennt er nicht von jeder Wallbox. Am meisten bringt dir die openWB SE mit einer Solaranlage: Mit Phasenumschaltung und 20 A einphasig lädt sie ab rund 1,4 kW ohne Lücke bis 11 kW. Wer wie ich ohne Solaranlage lädt, nutzt nur einen Teil davon, bekommt aber trotzdem Sperre, Ladeprotokoll und Zeitsteuerung. Grenzen gibt es auch: Mehr als 11 kW sind nicht drin, aufrüsten auf 22 kW lässt sie sich nicht, und die Weboberfläche ist sehr umfangreich.

openWB SE an der Hauswand, Einblendung: Urteil meines Elektrikers, Anschluss einfach, FI schon eingebaut
openWB SE an der Hauswand, Einblendung: Urteil meines Elektrikers, Anschluss einfach, FI schon eingebaut

Wer mehr als 11 kW braucht: Die openWB series2 custom bis 22 kW, die mein Onkel nutzt, stelle ich im openWB series2 custom Langzeittest vor.

Weitere Wallboxen findest du in der Kategorie Wallboxen, Grundlagen im Ratgeber Wallbox kaufen: worauf achten. Zum Thema Solarstrom zu Hause passt auch mein Zendure SolarFlow 2400 AC+ Test.

Häufige Fragen zur openWB SE

Kann die openWB SE mit PV-Überschuss laden?

Ja. Sie regelt nach dem Messwert am Hausanschluss, zum Beispiel von einem Zähler oder von einem Wechselrichter aus der Herstellerliste in der Oberfläche. In meiner Wallbox ist der Start ab 1,5 kW Überschuss nach 30 Sekunden eingestellt. Mit der optionalen Phasenumschaltung beginnt sie einphasig mit 6 A (rund 1,4 kW). Ohne diesen Messwert, wie bei mir, bleibt das Überschussladen aus.

Braucht man für Überschussladen die Phasenumschaltung?

Nicht zwingend. Ohne die optionale Phasenumschaltung startet die Ladung erst dreiphasig ab etwa 4,1 kW (laut openWB). Mit Phasenumschaltung und 20 A einphasig lädt die Wallbox ab rund 1,4 kW ohne Lücke bis 11 kW, mit 16 A einphasig bliebe zwischen etwa 3,7 und 4,1 kW eine Lücke. In meiner Wallbox ist die Umschaltung verbaut, eingestellt sind 16 A. Ob 20 A gehen, entscheidet der Elektriker.

Was ist der Unterschied zwischen openWB SE und openWB series2?

Die SE lädt mit höchstens 11 kW und lässt sich nicht auf 22 kW aufrüsten. Die openWB series2 custom gibt es bis 22 kW, sie stelle ich im Langzeittest vor.

Hat die openWB SE Lastmanagement?

Ja, in der Oberfläche. Es braucht aber einen echten Zähler am Hausanschluss. Bei mir steht dort nur ein virtueller Zähler, damit sieht das Lastmanagement nur die Wallbox selbst.

Muss die openWB SE angemeldet werden?

Ja. Jede Wallbox muss vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden, anschließen darf sie nur ein eingetragener Installateur. Eine Zustimmung braucht es erst, wenn alle Ladepunkte zusammen mehr als 12 kVA haben (§ 19 NAV, Stand Oktober 2026). Mit 11 kW reicht die Anmeldung.

Was macht der Raspberry Pi in der openWB SE?

Er ist die Steuerung. Er sitzt mit einer Zusatzplatine in der Tür hinter dem Display, liest über einen USB-RS485-Adapter den geeichten Zähler aus und stellt die Weboberfläche im Heimnetz bereit. Die Software ist Open Source.

Hier bekommst du das Gerät

openWB SE 11 kW

Werbung: Partnerlink. Die Wallbox war ein Hochzeitsgeschenk, nicht vom Hersteller, kein Sponsoring.

Teilen / Share
Timo Kirschhausen

Timo Kirschhausen

Verantwortlich für die Inhalte auf 4-Happy-Home.

Artikel: 188