Netzwerk-Router: die Top 3 im Vergleich
Netzwerk-Router für Fortgeschrittene übernehmen Aufgaben, die ein Anbieter-Router nicht abdeckt: mehrere Internetzugänge bündeln, eigene Firewall-Regeln setzen oder den gesamten Verkehr über ein VPN schicken. Zwei der drei Geräte im Vergleich haben dafür gar kein eigenes WLAN – sie hängen per Kabel im Netz, das Funknetz kommt weiter vom vorhandenen Router.
Die Angaben stammen aus den Produktdaten von Amazon und den Herstellerseiten von TP-Link, MikroTik und GL.iNet.
So ist dieser Vergleich entstanden
Das ist ein objektiver Vergleich auf Datenbasis, kein eigener Test: Ich habe diese Geräte nicht selbst in der Hand gehabt. Verglichen werden die Angaben der Hersteller und die Produktdaten von Amazon, dazu der Stand der Verfügbarkeit. Wo ich ein Gerät selbst getestet habe, findest du das in den Produktbewertungen.
Das Video zum Vergleich
Die drei Modelle im Überblick
Die Tabelle lässt sich seitlich scrollen.
| TP-Link ER605 Omada | MikroTik hAP ax2 | GL.iNet Brume 3 GL-MT5000 | |
|---|---|---|---|
| WLAN | kein WLAN, reines Kabelgerät | Wi-Fi 6 auf zwei Bändern (AX1800) | kein WLAN, reines Kabelgerät |
| VPN | IPSec, PPTP, L2TP und OpenVPN | im Betriebssystem RouterOS enthalten | bis 1.100 MBit/s über WireGuard und OpenVPN, hardwarebeschleunigt |
| Betriebssystem | Omada-Oberfläche, zentrale Verwaltung mehrerer Geräte | RouterOS v7 mit sehr weitreichenden Einstellungen | OpenWrt, erweiterbar über Zusatzpakete |
| Netzwerkanschlüsse | bis zu 3 × Gigabit-WAN, dazu USB für einen Mobilfunkstick | 5 × Gigabit, einer davon mit Stromausgabe über das Netzwerkkabel | 3 × 2,5-Gigabit, frei als WAN oder LAN belegbar |
| Einsatzzweck | mehrere Internetzugänge bündeln, Büro und größeres Heimnetz | Router und WLAN in einem, Heimnetz mit eigenen Regeln | VPN vor das vorhandene Netz setzen |
| Zusätzlich | mehrere VPN-Verbindungen gleichzeitig, Fernverwaltung über Omada | Firewall, Routing und getrennte Teilnetze | Paketanalyse im Browser, Werbe- und Inhaltsfilter |
| Amazon Angebot | Zum Angebot* | Zum Angebot* | Zum Angebot* |
Werte aus den Herstellerangaben und den Produktdaten von Amazon, abgeglichen mit der Vergleichstabelle aus dem Video. TP-Link und MikroTik beziffern den VPN-Durchsatz nicht. * Affiliate-Link. Ich erhalte eine Provision, für dich bleibt der Preis gleich.
TP-Link ER605 Omada: bis zu drei Internetzugänge gleichzeitig
Der ER605 ist ein Kabelrouter ohne Funkteil. Er nimmt bis zu drei Internetleitungen gleichzeitig an und bindet zusätzlich einen Mobilfunkstick über USB ein – fällt eine Leitung aus, läuft der Betrieb über die nächste weiter.
Beim VPN unterstützt er IPSec, PPTP, L2TP und OpenVPN und hält laut TP-Link mehrere Verbindungen gleichzeitig offen, etwa zwischen zwei Standorten. Eine Angabe zum Durchsatz macht der Hersteller nicht.
Verwaltet wird er über den Omada-Verbund: Mehrere Geräte laufen dort an einer Stelle zusammen und lassen sich auch aus der Ferne einstellen. Das WLAN muss im Netz ein anderes Gerät übernehmen.
Dafür spricht
- Bis zu drei Gigabit-WAN-Anschlüsse parallel
- USB-Anschluss für einen Mobilfunkstick als Rückfallebene
- VPN nach IPSec, PPTP, L2TP und OpenVPN
- Zentrale Verwaltung über den Omada-Verbund, auch aus der Ferne
Das schränkt ein
- Kein eigenes WLAN
- VPN-Durchsatz vom Hersteller nicht beziffert

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TP-Link ER605 Omada
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MikroTik hAP ax2: als einziger mit eigenem WLAN
Der hAP ax2 ist das einzige Gerät der Runde mit eigenem Funknetz und arbeitet nach Wi-Fi 6 auf beiden Bändern (AX1800). Damit ersetzt er Router und Zugangspunkt in einem Gerät.
An der Rückseite sitzen fünf Gigabit-Anschlüsse; einer davon gibt Strom über das Netzwerkkabel ab und versorgt so zum Beispiel eine Kamera oder einen zweiten Zugangspunkt.
Als Betriebssystem läuft RouterOS v7. Es lässt sehr weitreichende Eingriffe zu – eigene Firewall-Regeln, getrennte Teilnetze, eigenes Routing. Die Kehrseite: Die Einrichtung ist deutlich aufwendiger als bei einem fertig vorkonfigurierten Router.
Dafür spricht
- Einziges Gerät der Runde mit eigenem WLAN (Wi-Fi 6, AX1800)
- Fünf Gigabit-Anschlüsse, einer mit Stromausgabe per Netzwerkkabel
- RouterOS v7 mit Firewall, Routing und Netztrennung
- Router und Zugangspunkt in einem Gerät
Das schränkt ein
- Einrichtung deutlich aufwendiger als bei einem vorkonfigurierten Router
- VPN-Durchsatz vom Hersteller nicht beziffert

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GL.iNet Brume 3: VPN-Gateway vor dem vorhandenen Netz
Der Brume 3 ist ein reines Kabelgerät, das zwischen Anschluss und vorhandenen Router gesetzt wird und dort den gesamten Verkehr über ein VPN leitet. Der vorhandene Router bleibt also im Einsatz und liefert weiter das WLAN.
Beim Durchsatz nennt GL.iNet bis zu 1.100 MBit/s über WireGuard und OpenVPN – möglich durch eine eigene Beschleunigung in der Hardware. Das ist der einzige bezifferte VPN-Wert im Vergleich.
Seine drei Anschlüsse arbeiten mit 2,5 Gigabit und lassen sich frei belegen, als Zugang zur Leitung oder als Anschluss fürs Heimnetz. Dazu kommen eine Paketanalyse mit Übersicht im Browser sowie Filter für Werbung und unerwünschte Seiten. Als Betriebssystem läuft OpenWrt, das sich über Zusatzpakete erweitern lässt.
Dafür spricht
- VPN laut Hersteller bis 1.100 MBit/s über WireGuard und OpenVPN
- Drei Anschlüsse mit 2,5 Gigabit, frei als WAN oder LAN belegbar
- Paketanalyse im Browser sowie Werbe- und Inhaltsfilter
- OpenWrt, erweiterbar über Zusatzpakete
Das schränkt ein
- Kein eigenes WLAN
- Braucht einen vorhandenen Router im Netz

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Welches Modell passt zu wem?
Der TP-Link ER605 Omada ist die Wahl, wenn mehrere Internetzugänge parallel laufen sollen – drei Gigabit-WAN-Anschlüsse plus Mobilfunkstick über USB gibt es bei den anderen beiden nicht.
Der MikroTik hAP ax2 passt, wenn WLAN und tiefe Netzwerkeinstellungen aus einem Gerät kommen sollen. Wer sich in RouterOS einarbeitet, bekommt Firewall, Routing und Netztrennung frei in die Hand.
Der GL.iNet Brume 3 ist das Gerät für ein schnelles VPN vor dem bestehenden Netz: bis zu 1.100 MBit/s und drei Anschlüsse mit 2,5 Gigabit, während der vorhandene Router das WLAN weiterführt.
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Alle weiteren Vergleiche findest du in der Übersicht Top 3 Vergleiche.
Häufige Fragen
Welcher der drei Router hat WLAN?
Nur der MikroTik hAP ax2. Er funkt nach Wi-Fi 6 auf zwei Bändern (AX1800). Der TP-Link ER605 und der GL.iNet Brume 3 sind reine Kabelgeräte.
Welches Gerät erreicht den höchsten VPN-Durchsatz?
Der GL.iNet Brume 3 mit bis zu 1.100 MBit/s über WireGuard und OpenVPN. TP-Link und MikroTik beziffern ihren Durchsatz nicht.
Wofür sind mehrere WAN-Anschlüsse gut?
Der TP-Link ER605 nimmt bis zu drei Internetleitungen gleichzeitig an und bindet zusätzlich einen Mobilfunkstick über USB ein. Fällt eine Leitung aus, läuft der Betrieb über die nächste weiter.
Welches Betriebssystem läuft auf den Geräten?
Auf dem ER605 die Omada-Oberfläche, auf dem hAP ax2 RouterOS v7, auf dem Brume 3 OpenWrt.
Ersetzt der Brume 3 den vorhandenen Router?
Nein. Er wird zwischen Anschluss und vorhandenen Router gesetzt und leitet den Verkehr über ein VPN. WLAN und Heimnetz bleiben beim vorhandenen Gerät.
